Wie viel Wasser pro Person? Berechnung + Beispiele

Familie sitzt entspannt am Küchentisch mit Wasserflaschen und Gläsern.

Wie viel Wasser pro Person? Die kurze Antwort

Wenn du nur eine Zahl mitnehmen willst, dann diese: Plane für deinen Notvorrat mindestens 2 Liter Wasser pro Person und Tag ein – für 10 Tage. Das deckt Trinken und einfaches Kochen ab. Für Hygiene und etwas mehr Komfort kannst du auf 5–10 Liter pro Person und Tag aufstocken.

Damit bist du deutlich unter dem normalen Wasserverbrauch im Alltag (über 100 Liter pro Person und Tag), aber gut vorbereitet, wenn aus dem Wasserhahn plötzlich nichts mehr kommt.

  • Alltag: ca. 1,5–2 Liter zum Trinken, Rest kommt über Nahrung
  • Krisenvorsorge zuhause: 2 Liter pro Tag und Person im Vorrat
  • Größere Krisen / Evakuierung: 15–20 Liter pro Tag und Person (inkl. Hygiene), wenn Platz und Logistik es zulassen

🧭 Hinweis: Die „perfekte“ Wassermenge gibt es nicht. Entscheidend ist, dass du überhaupt einen Vorrat hast, der zu deiner Wohnsituation, Gesundheit und deinem Budget passt.

Grundwissen: Wasserbedarf von Körper und Haushalt

Trinkwasserbedarf im Alltag

Dein Körper besteht zu mehr als der Hälfte aus Wasser. Schon ein leichter Mangel macht sich bemerkbar – zuerst durch Durst, später durch Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme und Müdigkeit. Für gesunde Erwachsene gilt als grober Richtwert:

  • ca. 1,5–2 Liter Flüssigkeit pro Tag
  • zusätzlich Wasser aus Lebensmitteln (z. B. Obst, Gemüse, Suppen)

Im Alltag kannst du dich gut am Durst und an der Urinfarbe orientieren: ist der Urin sehr dunkelgelb, trinkst du eher zu wenig; ist er dauerhaft fast klar, könnte es zu viel sein. Ein Wasservorrat für Krisen orientiert sich nicht nur an deinem Trinkdurst, sondern daran, was du im Notfall mindestens brauchst, um funktionsfähig zu bleiben.

Zusatzbedarf bei Hitze, Krankheit und Belastung

In einigen Situationen steigt dein Wasserbedarf deutlich:

  • Hitze und starke Sonneneinstrahlung
  • körperlich anstrengende Arbeit oder Sport
  • Fieber, Durchfall oder Erbrechen
  • sehr salzreiche oder zuckerreiche Ernährung

Hier kann dein Bedarf leicht auf 2–3 Liter zum Trinken pro Tag steigen. Wenn du Krisenvorsorge für deine Familie planst, ist es sinnvoll, pro Person einen Sicherheitsaufschlag einzuplanen – insbesondere für Kinder, ältere Menschen und Stillende.

⚠️ Warnung: Menschen mit Herz-, Nieren- oder bestimmten Stoffwechselerkrankungen dürfen oft nicht beliebig viel trinken. Wenn jemand im Haushalt betroffen ist, besprich die passende Trinkmenge in Ruhe mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt – und richte den Vorrat dann nach dieser Empfehlung aus.

Verstecktes Wasser: Kochen, Spülen, Tiere

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Beim Thema „Wie viel Wasser pro Person?“ denken viele nur an Trinkflaschen. In der Praxis brauchst du mehr:

  • Wasser zum Kochen (z. B. Nudeln, Kartoffeln, Instantgerichte)
  • Wasser zum Spülen von Geschirr (oder wenigstens zum Abwischen)
  • Wasser für die tägliche Körperpflege (Zähneputzen, Hände waschen, kurze Katzenwäsche)
  • Wasser für Haustiere (Hund, Katze, Kleintiere)

Für einen schlanken Krisenvorrat rechnet man oft 1,5 Liter zum Trinken + 0,5 Liter zum Kochen pro Tag und Person. Hygiene wird dann auf das Nötigste reduziert und teilweise mit „Grau- oder Ersatzwasser“ abgedeckt (z. B. Regenwasser zum Spülen, Feuchttücher für die Körperpflege).

💡 Survival-Tipp: Schreibe einen typischen Tag auf und markiere, wo du Wasser verwendest. Alles, was du im Notfall anders lösen kannst (Papier statt Spülen, Desinfektionsgel, Einmalgeschirr), reduziert deine benötigte Wassermenge.

Offizielle Empfehlungen: Von BBK bis internationale Standards

Deutschland: Wasservorrat für zehn Tage

Deutsche Behörden empfehlen privaten Haushalten, sich auf einen Zeitraum von 10 Tagen vorzubereiten. Für Wasser heißt das in der Regel:

  • 2 Liter pro Person und Tag im Vorrat
    • davon etwa 1,5 Liter zum Trinken
    • etwa 0,5 Liter zum Kochen einfacher Mahlzeiten

Damit kommst du über eine Unterbrechung der Wasserversorgung, z. B. durch einen längeren Stromausfall oder eine Verunreinigung des Leitungswassers. Dieser Wert ist bewusst konservativ gewählt: Er ist für die meisten Menschen ausreichend, aber noch gut realistisch zu lagern, auch in einer kleinen Wohnung.

🧭 Hinweis: Viele Bundesländer und Kommunen übernehmen diese Empfehlung. Wenn du unsicher bist, schau auf der Website deiner Stadt oder deines Landkreises – oft gibt es dort konkrete Checklisten und Beispielvorräte.

Internationale Krisenstandards

Hilfsorganisationen und internationale Standards arbeiten – je nach Phase einer Krise – mit höheren Werten. Häufig genannt wird:

  • mindestens 7,5 Liter pro Person und Tag als kurzfristige absolute Untergrenze
  • ca. 15 Liter pro Person und Tag als Minimum für Trinken, Kochen und eine einfache Hygiene
  • 20 Liter pro Person und Tag oder mehr, wenn eine längerfristige Versorgung im Krisengebiet aufgebaut wird

Diese Zahlen sind für Situationen gedacht, in denen Menschen z. B. in Notunterkünften oder Lagern leben und komplett über externe Versorgungssysteme mit Wasser versorgt werden müssen. Für den privaten Haushalt in Deutschland wäre es zwar komfortabel, so viel zu planen – aber kaum praktikabel zu lagern.

Warum sich die Zahlen unterscheiden

Die unterschiedlichen Liter-Angaben wirken auf den ersten Blick verwirrend. Klarer wird es, wenn du dir drei Fragen stellst:

  1. Wo befinde ich mich?
    • Zuhause, mit Wohnung/ Haus und begrenztem Stauraum
    • unterwegs, z. B. im Auto oder in einer Notunterkunft
  2. Wie lange soll der Vorrat reichen?
    • wenige Tage → weniger Menge ok
    • 10–14 Tage → eher konservativ planen
  3. Welche Lebensqualität erwarte ich?
    • Minimum: Trinken + etwas Kochen
    • Komfort: zusätzlich Händewaschen, kurze „Dusche“, etwas Wäsche

Für den normalen Haushalt ist die Kombination aus 2 Litern pro Tag als Basis plus etwas zusätzlichem Wasser für Hygiene ein praktikabler Mittelweg.

💡 Survival-Tipp: Starte mit der „Basis-Variante“ (2 Liter pro Tag) und ergänze später schrittweise Wasser für Hygiene, wenn du merkst, dass dir noch Stauraum bleibt.

So berechnest du deinen Wasservorrat (mit Beispielen)

In der Krisenvorsorge geht es nicht um perfekte Zahlen, sondern um überschaubare, realistische Planung. Ein einfacher Merksatz hilft:

Personen × Liter pro Tag × Tage = benötigte Wassermenge

Schritt 1: Personen und Haustiere zählen

Zähle alle, die im Haushalt leben – auch temporär:

  • Erwachsene
  • Kinder (mit Altersangabe)
  • Babys (hier zählt eher Wasser zum Zubereiten von Milchpulver)
  • Haustiere (Hund, Katze, Kleintiere)

Für Haustiere kannst du als grobe Orientierung ansetzen:

  • kleine Hunde/Katzen: ca. 0,3–0,5 Liter pro Tag
  • größere Hunde: 0,5–1 Liter pro Tag

Wenn du genau sein möchtest, schaust du auf den üblichen Tagesverbrauch oder fragst deine Tierärztin.

Schritt 2: Liter pro Tag festlegen (Basis + Puffer)

Definiere deine Basis-Wassermenge pro Person und Tag. Eine einfache Staffelung:

  • 2 Liter/Tag: Minimum für Trinken + Kochen
  • 3 Liter/Tag: plus etwas Reserve bei Hitze/Belastung
  • 5 Liter/Tag: Trinken, Kochen, minimaler Hygienebedarf aus sauberem Wasser

Für die meisten Haushalte ist 2–3 Liter pro Tag und Person ein sehr guter Einstiegswert. Wenn du in einem Dachgeschoss wohnst, viel Hitze erwartest oder Kleinkinder hast, darf es gern eher Richtung 3 Liter gehen.

⚙️ Praxis-Tipp: Runde Beträge immer auf ganze Flaschen oder Kästen auf. Statt 52,5 Liter zu planen, nimm z. B. 54 Liter (9 Kästen à 6×1 Liter) oder 60 Liter (10 Kästen à 6×1 Liter). Das macht Einkauf und Kontrolle deutlich einfacher.

Schritt 3: Dauer der Krise definieren

Offiziell wird meist mit 10 Tagen gerechnet. Du kannst den Horizont aber an deine Situation anpassen:

  • 3 Tage: sinnvoll für Notgepäck („Grab-and-Go“-Kiste, Auto)
  • 5–7 Tage: guter Einstieg für kleine Wohnungen
  • 10–14 Tage: Zielperspektive für solide Vorsorge

Wichtig ist, dass du dich nicht überforderst. Lieber einen kleineren Zeitraum wirklich sauber abdecken, als immer auf den „perfekten Vorrat“ zu warten und am Ende gar nicht anzufangen.

Beispielrechnungen für Singles, Paare und Familien

Beispiel 1: Single, 2 Liter/Tag, 10 Tage

  • Personen: 1
  • Liter/Tag: 2
  • Tage: 10
  • Rechnung: 1 × 2 × 10 = 20 Liter

Das sind z. B. 4 Kästen à 6×1 Liter (24 Liter) – du hast also etwas Reserve.

Beispiel 2: Paar, 2,5 Liter/Tag, 10 Tage

  • Personen: 2
  • Liter/Tag: 2,5
  • Tage: 10
  • Rechnung: 2 × 2,5 × 10 = 50 Liter

In der Praxis würdest du vielleicht 54 oder 60 Liter lagern und so einen Puffer aufbauen.

Beispiel 3: Familie mit 2 Kindern, 3 Liter/Tag, 10 Tage

  • Personen: 4
  • Liter/Tag: 3
  • Tage: 10
  • Rechnung: 4 × 3 × 10 = 120 Liter

Das klingt viel, verteilt sich aber z. B. auf 10–12 Kästen Wasser. Mit einer guten Lagerstrategie (z. B. Keller, Abstellkammer, unter Betten) ist das machbar.

📦 Lager-Tipp: Plane zusätzlich 5–10 Liter als reine Notreserve ein, die du nur im absoluten Ernstfall antastest. Markiere diese Kanister deutlich und überprüfe sie regelmäßig.

Praxis: Wassermenge sichern, lagern und rotieren

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Welche Gebinde und Produkte sind sinnvoll?

Du hast verschiedene Optionen, deine Liter pro Tag und Person abzubilden:

  • Mineralwasser in Flaschen (0,7–1,5 Liter):
    • sehr einfach zu beschaffen
    • gut stapelbar in Kästen
    • ideal für Trinken
  • 5–10-Liter-Kanister aus dem Handel:
    • platzsparend
    • gut für Kochen und Hygiene
  • Lebensmittelechte Kanister (z. B. 10–20 Liter) zum Selbstbefüllen:
    • günstig auf Liter gerechnet
    • brauchen etwas mehr Pflege (regelmäßig wechseln)

Je gemischter dein System, desto flexibler bist du im Alltag und im Notfall.

💡 Survival-Tipp: Nutze unterschiedliche Gebinde bewusster: kleine Flaschen für unterwegs und den schnellen Griff, große Kanister für Kochen und Hygiene. So behältst du die Kontrolle über deine wirklich trinkbare Wassermenge.

Lagerung: Temperatur, Licht, Haltbarkeit

Gestapelte Wasserkästen und Vorräte in einem ordentlichen Kellerregal.

Damit deine Wassermenge nicht nur auf dem Papier stimmt, sondern im Ernstfall auch nutzbar ist, kommt es auf die Lagerung an:

  • kühl, trocken, dunkel (Keller, Abstellraum, Speisekammer)
  • nicht direkt neben Heizungen oder in voller Sonne
  • Flaschen nicht direkt auf den Boden stellen (Palette, Karton, Holzbrett)
  • auf Ablaufdaten achten – aber nicht davon verrückt machen lassen

Ungeöffnete Mineralwasserflaschen sind meist deutlich länger trinkbar, als das Mindesthaltbarkeitsdatum vermuten lässt. Bei selbst abgefülltem Leitungswasser solltest du dich eher an 6–12 Monate als Wechselintervall halten.

⚠️ Warnung: Nutze für selbst abgefülltes Wasser nur lebensmittelechte Kanister und beschrifte sie mit Datum und Füllquelle. Ehemalige Chemie- oder Putzmittelkanister sind tabu – auch nach gründlichem Ausspülen.

Rotation ohne Stress im Alltag

Ein Wasservorrat ist kein Museumsstück, sondern Teil deines Alltags.

  • Stelle die Kästen so, dass du immer die ältesten Flaschen zuerst verbrauchst.
  • Fülle nach jedem größeren Einkauf deinen Vorrat wieder auf.
  • Plane Wasser direkt in deinen Wocheneinkauf ein (z. B. „pro Woche 1 Kasten für den Vorrat“).

So wächst dein Vorrat automatisch mit, ohne dass du einmalig einen riesigen Einkauf stemmen musst.

🧭 Hinweis: Setze dir im Kalender alle 6–12 Monate einen „Wasser-Check“-Termin. In 15–30 Minuten kannst du Vorrat zählen, ältere Flaschen nach vorne stellen und eventuell etwas austauschen.

Mehr als Trinken: Wasser für Hygiene und Kochen planen

Minimale Hygiene im Notfall

Auch wenn du Wasser sparen musst, solltest du Hände und Zähne weiter regelmäßig reinigen – sonst drohen Infektionen, die die Situation verschlimmern.

Prioritäten bei der Hygiene:

  1. Hände waschen (vor dem Essen, nach Toilettengang)
  2. Zähne putzen (1–2× täglich)
  3. Intim- und Achselhygiene in einfachen Abständen

Dafür reichen überraschend kleine Wassermengen, wenn du sparsam bist:

  • ca. 0,2–0,3 Liter für gründliches Händewaschen
  • ca. 0,5 Liter für Zähneputzen und Gesicht

Mit zusätzlichen 1–2 Litern pro Person und Tag lässt sich eine minimal hygienische Versorgung abbilden, insbesondere wenn du Feuchttücher und Desinfektionsmittel ergänzend einsetzt.

💡 Survival-Tipp: Lege ein kleines „Hygiene-Set für den Notfall“ an: feste Seife, Reisehandtuch, Desinfektionsmittel, Feuchttücher, Müllbeutel. So kannst du mit wenig Wasser viel erreichen.

Sparen beim Kochen und Spülen

Beim Kochen kannst du deine benötigte Wassermenge pro Tag deutlich senken:

  • Gerichte wählen, die wenig Wasser brauchen (z. B. Couscous statt Nudeln)
  • Kochwasser mehrfach nutzen (zuerst Nudeln, später Abspülen von Geschirr)
  • möglichst ein Topf-Gerichte zubereiten

Beim Spülen gilt: so wenig wie möglich, so konzentriert wie nötig.

  • Speisereste gut abwischen, bevor du spülst
  • mit zwei Schüsseln arbeiten (Waschwasser + Klarspülen)
  • Einmalgeschirr kann für kurze Krisen sinnvoll sein – aber Müllentsorgung mitdenken

Einfache Grauwasser-Tricks für die Wohnung

[ANNAHME] In einer typischen Stadtwohnung hast du keine Regentonne und keinen Brunnen. Trotzdem kannst du Wasser mehrfach nutzen:

  • „gebrauchtes“ Wasser (z. B. vom Kartoffelkochen) zum groben Spülen oder Putzen
  • Waschwasser vom Händewaschen für die Toilette verwenden
  • bei vorhandener Badewanne diese im Vorfeld eines erwarteten Ereignisses (z. B. angekündigter Stromausfall) mit Leitungswasser füllen und als Grauwasser-Quelle nutzen

📦 Lager-Tipp: Halte ein bis zwei faltbare Wasserbehälter oder Eimer bereit. Sie helfen dir, Wasser kurzfristig zu sammeln (Badewanne, Regen) und im Haushalt zu verteilen.

Notfall-Plan B: Wenn der Vorrat nicht reicht

Nachschub beschaffen: Was realistisch ist

Selbst mit guter Planung kann es passieren, dass dein Wasservorrat knapper wird als gedacht – etwa wenn mehr Personen im Haushalt sind oder eine Krise länger dauert.

Mögliche Nachschubquellen:

  • offizielle Ausgabestellen von Gemeinden/Versorgern
  • Nachbarn und Hausgemeinschaft (gemeinsam organisieren!)
  • natürliche Quellen in der Nähe (Brunnen, Bäche, Flüsse) – nur mit Filter/Behandlung

🧭 Hinweis: Informiere dich in ruhigen Zeiten, wo es in deiner Umgebung Brunnen, Wasserwerke oder offizielle Notbrunnen gibt. Viele Städte veröffentlichen solche Karten online oder auf Anfrage.

Wasser filtern und desinfizieren – kurz erklärt

Wenn du Wasser aus unsicheren Quellen nutzen musst, ist Aufbereitung Pflicht. Die wichtigsten Methoden im Überblick:

  • Abkochen: Wasser mindestens 3–5 Minuten sprudelnd kochen
  • Filter: z. B. Keramik- oder Hohlfaserfilter für Schwebstoffe und viele Keime
  • Chemische Desinfektion: Tabletten auf Chlor-/Silberbasis nach Anleitung

Im Idealfall kombinierst du Methoden (z. B. erst filtern, dann abkochen), um ein möglichst sicheres Ergebnis zu bekommen.

💡 Survival-Tipp: Auch wenn dein primärer Plan auf Flaschenwasser basiert – ein einfacher Wasserfilter und wenige Packungen Desinfektionstabletten im Schrank geben dir eine zusätzliche Sicherheitsstufe, falls dein Vorrat nicht reicht.

Wann du Hilfe holen solltest

Wasser ist überlebenswichtig – aber zu wenig oder verunreinigtes Wasser können schnell zum Gesundheitsrisiko werden. Warnsignale sind u. a.:

  • starke Müdigkeit, Schwindel, Verwirrtheit
  • sehr dunkler Urin oder kaum Urin
  • anhaltender Durchfall, insbesondere bei Kindern und älteren Menschen

In solchen Fällen gilt: so früh wie möglich medizinische Hilfe suchen, Nachbarn einbeziehen und offizielle Informationen (Radio, Warn-Apps) verfolgen.

⚠️ Warnung: Verzichte nicht auf Trinken, um deinen Wasservorrat „zu strecken“, wenn bereits Symptome von Dehydrierung auftreten. Gesundheit geht vor Vorratslogik.

FAQ: Häufige Fragen zur Wassermenge pro Person

Reichen 2 Liter Wasser pro Person und Tag wirklich aus?

Für die meisten gesunden Erwachsenen reichen 2 Liter pro Tag im Krisenfall als Minimum, wenn du zusätzlich Wasser aus Lebensmitteln nutzt und Hygiene stark reduzierst. Bei Hitze, starker körperlicher Arbeit oder Erkrankungen solltest du eher 3 Liter einplanen.

Wie viel Wasser brauche ich pro Person für 14 Tage?

Rechnung bei 2 Litern/Tag:

  • 2 Liter × 14 Tage = 28 Liter pro Person

Bei 3 Litern/Tag:

  • 3 Liter × 14 Tage = 42 Liter pro Person

Du kannst diese Zahl einfach mit der Anzahl der Haushaltsmitglieder multiplizieren.

Wie viel Wasser sollte ich pro Tag für die ganze Familie einplanen?

Nimm deine Basis-Wassermenge (z. B. 2,5 oder 3 Liter) und multipliziere sie mit der Personenzahl. Eine vierköpfige Familie mit 3 Litern/Tag kommt auf 12 Liter pro Tag. Für 10 Tage sind das 120 Liter.

Was ist mit Babynahrung und Spezialkost?

Bei Säuglingen, die mit Pulvermilch ernährt werden, brauchst du zusätzliche, absolut saubere Wassermenge zum Anrühren. Plane hier mindestens 0,5–1 Liter am Tag pro Baby extra ein, je nach Trinkmenge. Gleiches gilt für Menschen mit Sondennahrung oder speziellen medizinischen Diäten.

Kann ich Leitungswasser einfach in Kanister füllen und lagern?

Ja, wenn die Kanister lebensmittelecht sind und du sauber arbeitest. Fülle das Wasser möglichst frisch ein, verschließe die Behälter gut und lagere sie kühl und dunkel. Wechsle den Inhalt idealerweise alle 6–12 Monate und nutze das „alte“ Wasser im Alltag (z. B. zum Gießen oder Putzen).

Wie viel Wasser brauche ich pro Person im Notgepäck?

Für ein 72-Stunden-Notgepäck (z. B. bei Evakuierung) sind etwa 1,5–2 Liter pro Tag und Person realistisch, also 4,5–6 Liter insgesamt. Mehr ist zu schwer, um es bequem zu tragen. Ergänze, wenn möglich, einen kleinen Wasserfilter oder Desinfektionstabletten.

💡 Survival-Tipp: Druck dir deine persönliche „Wasserformel“ groß aus (Personen × Liter × Tage) und hänge sie in den Vorratsschrank. So kannst du bei jeder Veränderung in der Familie schnell gegenprüfen, ob deine Wassermenge noch passt.

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