Blackout Vorbereitung – warum es dich (auch ohne Panik) betrifft
Stell dir vor, das Licht geht aus – und bleibt aus. Kein WLAN, kein warmes Wasser, kein Kochen, vielleicht auch kein Handyempfang mehr. Erst wirkt das wie ein Filmszenario, aber kurze und längere Stromausfälle gehören einfach zu unserem Alltag in einer komplexen Infrastruktur.
Die gute Nachricht: Du musst kein Hardcore-Prepper sein, um deine Familie gut durch so eine Situation zu bringen. Ein überschaubarer Vorrat, ein paar sinnvolle Anschaffungen und ein einfacher Plan reichen, um aus „Hilfe, was jetzt?“ ein „Okay, wir haben das im Griff“ zu machen.
🧭 Hinweis: In diesem Artikel geht es um praktische Blackout Vorbereitung für 3–7 Tage – ohne Weltuntergangs-Stimmung, dafür mit klaren, machbaren Schritten für Einsteiger und Familien.
Strom im Alltag – wofür du ihn wirklich brauchst

Im Alltag merkst du kaum, wie abhängig du von Strom bist. Erst wenn der Schalter nichts mehr tut, wird klar, was alles dranhängt:
- Kochen, Kühlen, Heizen
- Licht in allen Räumen
- Handy, Laptop, Internet, Router
- Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner
- Aufzüge, Garagentor, elektrische Rollläden
Frag dich einmal: Was läuft bei euch daheim alles still im Hintergrund? Genau dort entsteht der Stress, wenn plötzlich nichts mehr funktioniert.
Blackout vs. Stromausfall – Begriffsklärung in einfachen Worten
- Kurzer Stromausfall: Minuten bis wenige Stunden, meist lokal (Straße, Stadtteil). Meist kein großes Problem, wenn du ein paar Lampen und Powerbanks hast.
- Längerer Stromausfall / Blackout: Viele Stunden oder Tage, oft größere Regionen betroffen. Heizung, Wasser, Supermärkte, Tankstellen und Mobilfunk können eingeschränkt sein.
Du musst dafür nicht dein Leben umkrempeln. Aber es lohnt sich, einige Tage ohne Supermarkt, Herd und Steckdose überbrücken zu können – gerade mit Kindern, älteren Angehörigen oder Haustieren.
📌 Survival-Tipp: Denk bei deiner Blackout Vorbereitung nicht in Katastrophen, sondern in Komfortverlust: „Was brauche ich, damit wir es 3–7 Tage halbwegs gemütlich haben – auch ohne Strom?“
Realistisch planen – von der Dauer zur passenden Vorbereitung
Bevor du einkaufst oder Kisten packst, hilft ein klarer Rahmen: Für wie viele Tage willst du vorsorgen?
Typische Orientierungen:
- ✅ 24 Stunden – kleinerer Ausfall, mit Basisvorrat leicht machbar
- ✅ 72 Stunden (3 Tage) – oft empfohlener Mindeststandard
- ✅ 7 Tage – sinnvoll, wenn du etwas mehr Platz und Budget hast
Dein persönliches Szenario wählen (24 / 72 Stunden / 7 Tage)
Stell dir diese drei Fragen:
- Wo wohnst du?
- Stadtwohnung: oft schneller Hilfe, aber abhängig von Aufzug, Wasser, Supermarkt.
- Ländlicher Raum: mehr Platz, evtl. Ofen oder Kamin, aber weitere Wege.
- Wie viele seid ihr?
- Kleinkinder, Senioren oder Menschen mit Vorerkrankungen erhöhen den Bedarf.
- Wie viel Platz und Budget habt ihr?
- Lieber klein anfangen und langsam ausbauen, statt einmal „alles“ zu kaufen.
Für die meisten Familien ist ein Ziel von 3–7 Tagen ein guter Kompromiss: überschaubar zu planen, aber schon sehr hilfreich in der Praxis.
Risiko-Faktoren im Haushalt erkennen (ohne Panik)

Schau einmal durch eure vier Wände und notiere dir kurz:
- Gibt es alternative Heizmöglichkeiten (Ofen, Kamin) oder seid ihr voll von Strom/Gas abhängig?
- Kommt euer Wasser aus der städtischen Leitung oder aus einem eigenen Brunnen mit elektrischer Pumpe?
- Habt ihr Menschen mit besonderem Bedarf im Haushalt (z. B. Insulin, Babynahrung, Pflegebedarf)?
- Gibt es Aufzüge oder elektrische Tore, die bei Stromausfall Probleme machen könnten?
🧭 Hinweis: Nimm dir 10 Minuten und geh mit einem Notizblock durch die Wohnung. Schreib ohne Bewertung auf, was bei euch von Strom abhängt. Das ist die Basis für deinen Plan.
Die 7-Punkte Blackout Checkliste – Überblick
Damit du nicht den Überblick verlierst, fassen wir die Blackout Vorbereitung in 7 praktische Bereiche zusammen:
- Wasser sichern
- Lebensmittel & Kochen
- Licht & Energie
- Wärme & Kleidung
- Gesundheit & Hygiene
- Information & Kommunikation
- Organisation & Familie
Du kannst jeden Bereich nacheinander abarbeiten – an einem Wochenende, oder immer mal wieder ein paar Punkte ergänzen.
🧭 Hinweis: Du musst nicht alles sofort perfekt haben. Fang mit einem Bereich an (z. B. Wasser + Taschenlampen) und baue deine Vorbereitung Schritt für Schritt aus.
So arbeitest du mit der Checkliste
- Lies den Artikel einmal komplett durch.
- Entscheide dich für ein Ziel (3 oder 7 Tage).
- Nimm dir einen Stift und mach dir eine eigene Liste mit den wichtigsten Punkten für deine Familie.
- Arbeite die Liste nach und nach ab – z. B. jede Woche 1–2 Punkte.
Prioritäten setzen, wenn Budget/Zeit knapp ist
Wenn du nur ein kleines Budget oder wenig Zeit hast, starte mit diesen Top-5-Prioritäten:
- ✅ Trinkwasser für 3 Tage
- ✅ Einfache Lebensmittelvorräte für 3 Tage
- ✅ 2–3 zuverlässige Lichtquellen (Taschenlampen/Laterne) + Batterien
- ✅ Powerbank(s) für Handy
- ✅ Kurze Notfallkontaktliste auf Papier
💡 Survival-Tipp: Plane deine Blackout Vorbereitung mit dem normalen Einkauf. Jede Woche 2–3 haltbare Sachen extra mitnehmen, statt einen riesigen „Krisen-Einkauf“ zu machen.
Schritt-für-Schritt: Wasser & Lebensmittel für den Blackout vorbereiten
Ohne Wasser und Essen wird es schnell ungemütlich. Zum Glück lässt sich beides gut planen – auch in einer kleinen Wohnung.
Wasser – Mengen planen & richtig lagern

Als Faustregel kannst du mit mindestens 2 Litern Trinkwasser pro Person und Tag rechnen. Dazu kommt noch etwas Wasser fürs Kochen und eine Basis-Hygiene.
Für die Planung hilft dir diese einfache Formel:
🧭 Hinweis: Personen x Tage x 2 Liter = Trinkwassermenge in Litern
Beispiele für 3 Tage:
- 2 Personen: 2 × 3 × 2 = 12 Liter
- 4-köpfige Familie: 4 × 3 × 2 = 24 Liter
Praktische Lagerformen:
- 1,5-l- oder 2-l-Flaschen aus dem Supermarkt
- 5–10-l-Wasserkanister (mit Trinkwasser geeignet)
- Ein Teil als Sprudel, ein Teil als stilles Wasser
Tipps zur Lagerung:
- Kühl, dunkel, trocken lagern (z. B. Abstellkammer, Keller)
- Flaschen beschriften, wenn du sie umfüllst (Datum notieren)
- Alle paar Monate checken und nach Bedarf austauschen
📦 Lager-Tipp: Dreh deinen Wasservorrat wie Lebensmittel: „First in, first out“. Was du zuerst gekauft hast, nutzt du auch zuerst.
Lebensmittel – was sich für Familien bewährt
Wichtig ist nicht die perfekte „Prepper-Liste“, sondern Lebensmittel, die ihr wirklich esst. Achte auf:
- lange Haltbarkeit (Konserven, Gläser, Trockenprodukte)
- einfache Zubereitung (kurze Kochzeit oder kalt essbar)
- genug Kalorien (Pasta, Reis, Hülsenfrüchte, Nüsse, Haferflocken)
- Familien-Tauglichkeit (auch Kinder sollten es mögen)
Beispiele für einen Grundvorrat:
- Konserven: Eintöpfe, Suppen, Bohnen, Linsen, Gemüse, Obst
- Kohlenhydrat-Basis: Reis, Nudeln, Couscous, Instant-Kartoffelbrei
- Frühstück: Müsli, Haferflocken, haltbare (pflanzliche) Milch
- Snacks: Nüsse, Trockenfrüchte, Zwieback, Knäckebrot, Kekse
- Extras: Tomatensauce im Glas, Pesto, Erdnussbutter, Honig
Für Kinder:
- Lieblingssnacks mit langer Haltbarkeit (z. B. Müsliriegel)
- Kakaopulver, Fruchtquetschies, Babynahrung im Glas (falls nötig)
📌 Survival-Tipp: Schreib eine konkrete Einkaufsliste für 3 Tage und kauf sie einmal ein. Danach kannst du Schritt für Schritt auf 7 Tage ausbauen.
Kochen ohne Strom – sichere Möglichkeiten

Wenn der Herd ausfällt, gibt es trotzdem einige Optionen:
- Gaskocher (Campingkocher) – nur mit guter Lüftung, nie in kleinen geschlossenen Räumen
- Grill im Freien
- Spirituskocher / Outdoor-Kocher
- Lebensmittel, die du kalt essen kannst (z. B. Brot mit Aufstrich, kalte Eintöpfe aus der Dose)
⚠️ Achte auf Sicherheit:
- Offenes Feuer nie unbeaufsichtigt lassen
- Nie mit Kohle, Grill oder Gas im geschlossenen Raum kochen oder heizen (CO-Gefahr!)
- Feuerlöscher oder Löschdecke in Reichweite haben
💡 Produkt-Tipp: Ein kleiner, solider Campingkocher + Kartuschen kann im Notfall und beim Camping nützlich sein. Achte auf geprüfte Qualität und lies die Sicherheits-Hinweise genau.
Licht, Energie & Geräte – im Dunkeln handlungsfähig bleiben
Licht und ein geladenes Handy sind für viele der größte psychologische Faktor. Mit ein paar einfachen Helfern kommst du erstaunlich weit.
Taschenlampen & Co. – was jedes Zuhause haben sollte
Für den Anfang reicht ein Minimal-Set:
- 2–3 Taschenlampen (eine pro Erwachsenen, eine Reserve)
- 1 Stirnlampe (praktisch, wenn du beide Hände brauchst)
- 1–2 LED-Campinglaternen für Räume
- Ausreichend passende Batterien (z. B. AA/AAA, ein kleiner Vorrat)
Kerzen können zusätzlich gemütlich sein, sind aber immer ein Brandrisiko:
- Kerzen nur auf stabilen, nicht brennbaren Unterlagen
- Aus der Nähe von Kindern, Vorhängen und Deko fernhalten
⚠️ Warnung: Kerzen und Teelichter sind häufige Brandursachen. Verlass dich im Ernstfall lieber auf LED-Licht, Kerzen nur als Ergänzung und immer mit Aufsicht.
Handy & Geräte laden – pragmatischer Plan ohne Overkill
Du brauchst keinen Profi-Generator, um dein Handy während eines Blackouts nutzen zu können. Für den Anfang reichen oft:
- 1–2 große Powerbanks (10.000–20.000 mAh)
- ggf. ein kleines Solarpanel für Powerbanks (wenn du etwas weiter gehen willst)
- Ladekabel für alle wichtigen Geräte griffbereit
So nutzt du deine Energie sinnvoll:
- Handy im Notfallmodus / Energiesparmodus betreiben
- WLAN/Bluetooth ausschalten, Displayhelligkeit reduzieren
- Nur kurz einschalten, wenn du Nachrichten oder Infos brauchst
📌 Survival-Tipp: Lade deine Powerbanks immer wieder direkt nach, wenn du sie benutzt hast. Mach es zur Routine, z. B. einmal im Monat.
Radio & Notinformation
Wenn Handynetze ausfallen, sind Radiosender oft noch erreichbar. Ein kleines Notfallradio hilft dir, informiert zu bleiben:
- batteriebetriebenes Radio
- oder Kurbelradio (oft zusätzlich mit Taschenlampe und USB-Ladefunktion)
💡 Produkt-Tipp: Ein einfaches Kurbelradio mit integriertem Akku, Lampe und USB-Ausgang deckt mehrere Funktionen ab: Licht, Radio, Notladefunktion.
Gesundheit, Hygiene & besondere Bedürfnisse
Stromausfall ist anstrengend – für Körper und Nerven. Mit einem kleinen Gesundheits- und Hygiene-Set bist du deutlich entspannter.
Hausapotheke & Medikamente
Überprüfe eure Hausapotheke und ergänze sie im Hinblick auf einen Blackout:
- Basisset: Schmerzmittel, Fiebermittel, Desinfektion, Pflaster, Verbände, Wundsalbe
- Persönliche Medikamente: ausreichend Vorrat (in Absprache mit Arzt/Ärztin oder Apotheke)
- Spezielle Hilfsmittel: z. B. Inhalationsgeräte, Blutzuckermessgeräte, Insulinbedarf
⚠️ Warnung: Bei Medikamenten, die gekühlt werden müssen, immer medizinischen Rat einholen. Besprich mit Arzt oder Apotheke, was bei längeren Stromausfällen zu beachten ist.
Hygiene-Plan bei fehlendem Wasser
Wenn das Wasser aus der Leitung knapp wird oder nur eingeschränkt läuft, hilft ein einfacher Hygiene-Plan:
- Feuchttücher, Waschlappen, etwas Seife
- Müllbeutel (auch für „Not-Toilette“ in Kombination mit Eimer & Katzenstreu o. Ä.)
- Toilettenpapier, Hygieneartikel (Binden, Tampons, ggf. Windeln)
- Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel für die Hände
📦 Lager-Tipp: Packe dir eine kleine „Hygiene-Box“: alle wichtigen Sachen in eine Kiste oder Tasche, die du im Notfall nur greifen musst.
Kinder, Senioren & Haustiere einplanen
Denke bei deiner Blackout Vorbereitung speziell an:
- Babys & Kleinkinder: Windeln, Feuchttücher, Babynahrung, Lieblingssnacks
- Schulkinder: Spiele, Bücher, Malzeug, Rätsel (ohne Strom!)
- Senioren: zusätzliche Decken, Hilfsmittel, ggf. Ersatzbrille
- Haustiere: Futter, Wasser, Medikamente, Katzenstreu / Hundekotbeutel
🧭 Hinweis: Pack für jedes Kind eine kleine „Blackout-Box“: ein Kuscheltier, ein Spiel, ein Buch, ein Lieblingssnack. Das gibt Sicherheit und Beschäftigung.
Organisation & Verhalten im Ernstfall
Neben Vorräten ist vor allem eines wichtig: Ein einfacher Plan für deine Familie. Wenn jede:r weiß, was zu tun ist, sinkt der Stress deutlich.
Familien-Notfallplan erstellen (Mini-How-to)
Nimm dir 20–30 Minuten Zeit und geh einmal diese Punkte durch:
- Kontaktliste auf Papier erstellen
- Wichtige Telefonnummern (Familie, Nachbarn, Kinderarzt, Hausarzt, Notruf)
- Aufbewahrung: z. B. am Kühlschrank + im Geldbeutel
- Treffpunkt vereinbaren
- Wo trefft ihr euch, wenn ihr euch nicht zuhause erreicht?
- Alternative, falls das Haus nicht erreichbar ist (z. B. bei Freunden oder Verwandten)
- Aufgaben verteilen
- Wer kümmert sich um Wasser & Getränke?
- Wer checkt regelmäßig Radio/Handy-Nachrichten?
- Wer behält Kinder/Haustiere im Blick?
🧭 Hinweis: Schreib den Plan kurz und knapp auf 1–2 Seiten und hefte ihn in der Küche an. So finden auch Kinder oder Angehörige alles leicht.
Sicherheit im Haus – typische Fehler vermeiden
Einige Dinge solltest du im Ernstfall unbedingt beachten:
- Kühlschrank möglichst selten öffnen (Kälte halten)
- Tiefkühltruhe geschlossen lassen – sie hält meist viele Stunden kalt
- Offenes Feuer (Kerzen, Kocher, Kamin) immer im Blick behalten
- Stolperfallen im Dunkeln entfernen (Kabel, Spielzeug)
- Fenster und Türen im Blick behalten, wenn du bei Kerzenschein schläfst
⚠️ Warnung: Nutze keine Grills, Gasheizer oder Generatoren in geschlossenen Räumen. Es besteht akute Gefahr durch Kohlenmonoxid – lebensgefährlich und geruchlos.
Nachbarschaft & Gemeinschaft nutzen

Blackout Vorsorge ist kein Ego-Projekt. Gerade Familien können voneinander profitieren:
- Sprich mit direkten Nachbarn kurz über das Thema – ohne Panik, eher als „Was wäre wenn…“-Gespräch.
- Tauscht Telefonnummern aus.
- Überlegt, wer im Haus besonders Unterstützung bräuchte (Senioren, Alleinerziehende).
- Im Ernstfall: Ressourcen teilen (z. B. gemeinsamer Gaskocher, Spiele für Kinder, Infos aus dem Radio).
📌 Survival-Tipp: Eine freundliche Nachbarschaft ist eine der stärksten „Ressourcen“ in jeder Krise – und kostet nichts.
Kompakte Blackout Checkliste zum Abhaken
Zum Schluss bekommst du eine kurze Zusammenfassung aller Punkte, die du Schritt für Schritt abhaken kannst.
Checkliste – 7 Bereiche im Überblick
- ✅ 1. Wasser sichern
- Trinkwasser für 3–7 Tage (mind. 2 l pro Person/Tag)
- Kanister oder Flaschen, beschriftet und richtig gelagert
- ✅ 2. Lebensmittel & Kochen
- Haltbare Lieblingslebensmittel für 3–7 Tage
- Snacks für Kinder
- Möglichkeit zum Kochen ohne Strom (Gaskocher, Grill – sicher verwendet)
- ✅ 3. Licht & Energie
- Taschenlampen, Stirnlampe, ggf. LED-Laterne
- Batterien in passenden Größen
- 1–2 Powerbanks, ggf. kleines Solarpanel
- Einfaches Radio oder Kurbelradio
- ✅ 4. Wärme & Kleidung
- Zusätzliche Decken, Schlafsäcke, warme Kleidung
- Wärmflaschen, ggf. Wärmekissen (mit heißem Wasser nutzbar)
- ✅ 5. Gesundheit & Hygiene
- Hausapotheke, persönliche Medikamente
- Hygiene-Set (Toilettenpapier, Feuchttücher, Müllbeutel)
- Besondere Bedürfnisse (Babys, Senioren, Haustiere)
- ✅ 6. Information & Kommunikation
- Notfallkontaktliste auf Papier
- Radio, geladene Powerbanks
- Abgesprochene Informationszeiten (z. B. alle 2–3 Stunden Nachrichten checken)
- ✅ 7. Organisation & Familie
- Notfallplan mit Treffpunkt & Aufgaben
- Kopien wichtiger Dokumente (z. B. Ausweise, Versicherungen) sicher abgelegt
- Kindgerechte Erklärung, was bei Stromausfall passiert und wie ihr damit umgeht
„Heute anfangen“ – die ersten 30 Minuten Vorbereitung
Wenn du direkt starten möchtest, kannst du in einer halben Stunde schon viel erreichen:
- Schreib auf, für wie viele Tage du vorsorgen willst (3 oder 7).
- Erstelle eine Einkaufsliste für Wasser & Grundnahrungsmittel für 3 Tage.
- Such alle Taschenlampen im Haus zusammen, leg sie an einen festen Ort und kontrolliere die Batterien.
- Notiere dir die wichtigsten 5 Telefonnummern auf einen Zettel (Familie, Nachbarn, Kinderarzt, Hausarzt).
- Vereinbare mit deiner Familie einen ersten gemeinsamen Notfall-Treffpunkt.
🧭 Hinweis: Speichere oder drucke dir diese Checkliste aus und hänge sie an den Kühlschrank. So bleibt das Thema präsent – ohne Druck.
Regelmäßiger Check & Rotation der Vorräte
- 2–3 Mal im Jahr: Vorräte prüfen, abgelaufene Lebensmittel ersetzen
- Wasserbestand checken und nachkaufen
- Batterien testen, Powerbanks neu laden
📌 Survival-Tipp: Verbinde deinen „Blackout-Check“ mit einem festen Termin, z. B. dem Wechsel von Sommer- auf Winterzeit. So wird Vorsorge zum Routinepunkt statt zur Dauer-Baustelle.
Dein nächster Schritt
Wenn du bis hierhin gelesen hast, bist du schon mitten in deiner Blackout Vorbereitung. Du kennst jetzt die 7 wichtigsten Bereiche und weißt, wie du sie Schritt für Schritt angehst.
Statt alles perfekt machen zu wollen, frag dich lieber:
Was ist der eine kleine Schritt, den ich heute gehen kann?
Vielleicht sind es 6 Flaschen Wasser extra, eine Powerbank mehr oder ein Zettel mit Telefonnummern am Kühlschrank – genau damit fängt pragmatische Vorsorge an.



