Erste Hilfe Grundlagen

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Erste Hilfe Grundlagen: Was du im Notfall wirklich wissen musst

Jemand stürzt, bleibt liegen – und plötzlich schauen alle sich ratlos an. Mit ein paar Erste Hilfe Grundlagen kannst du genau in diesen Momenten ruhig und klar handeln – ob zu Hause, unterwegs oder in einer größeren Krise.

⚠️ Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel ersetzt keinen Erste-Hilfe-Kurs und keine ärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Notruf 112 wählen und den Anweisungen der Leitstelle folgen.

Warum Erste Hilfe Grundlagen für alle wichtig sind

🧭 Ziel dieses Abschnitts: Du verstehst, warum dein Handeln in den ersten Minuten den Unterschied machen kann – und dass du auch ohne Profi-Wissen Leben retten kannst.

Typische Notfallsituationen im Alltag

Notfälle passieren oft dort, wo wir sie am wenigsten erwarten:

  • In der Wohnung: Sturz auf der Treppe, Schnittverletzung beim Kochen, Verbrühung durch heißes Wasser.
  • Unterwegs: Verkehrsunfall, Kreislaufkollaps in Bus oder Bahn, Fahrradsturz.
  • In der Freizeit: Sportunfall, Sturz auf dem Spielplatz, Schnittverletzung im Garten.
  • In Krisensituationen: Stromausfall, Sturm, Hochwasser – medizinische Hilfe braucht länger, du bist auf dich und deine Umgebung angewiesen.

Oft sind es ganz banale Situationen, die plötzlich bedrohlich wirken. Genau hier helfen solide Erste Hilfe Grundlagen: Du erkennst, wann es kritisch wird, holst Hilfe und überbrückst die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Warum jede Minute zählt

Bis Rettungsdienst oder Notarzt eintreffen, vergeht selbst in Städten meist mehrere Minuten. Bei Atemstillstand oder schweren Blutungen sind diese Minuten entscheidend.

  • Bei Atemstillstand zählt jede Sekunde – ohne Wiederbelebung sinken die Überlebenschancen mit jeder Minute deutlich.
  • Bei starken Blutungen ist das schnelle Stillen der Blutung oft lebensrettend.

Deine Aufgabe ist nicht, Ärztin oder Arzt zu ersetzen, sondern die Zeit zu überbrücken, bis Profis übernehmen.

Rechtliche und moralische Pflicht zu helfen (kurz & verständlich)

In Deutschland bist du rechtlich verpflichtet, im Rahmen deiner Möglichkeiten Hilfe zu leisten – dazu gehört vor allem:

  • Notruf 112 wählen
  • Unfallstelle sichern, andere um Hilfe bitten
  • Einfache, zumutbare Maßnahmen durchführen (z.B. Druck auf eine stark blutende Wunde)

Wichtig: Du musst nicht perfekt sein. Es geht darum, nach bestem Wissen zu helfen – niemand erwartet Profi-Methoden.

Erste Hilfe als Teil deiner Krisenvorsorge

Für Krisenvorsorge denken viele zuerst an Wasser, Lebensmittel und Strom. Aber: Wenn medizinische Hilfe länger braucht, wird Erste Hilfe zur entscheidenden Ressource.

  • Du kannst dir kein Rettungsteam bevorraten – aber Wissen und Material.
  • Ein gut bestückter Verbandskasten und ein aufgefrischter Kurs gehören zur Basis jeder Krisenvorsorge.

💡 Tipp: Nimm dir nach diesem Artikel 10 Minuten, um zu prüfen, ob du zuhause und im Auto ein aktuelles Erste-Hilfe-Set hast.

Die Rettungskette verstehen

🧭 Ziel dieses Abschnitts: Du kennst die einzelnen Schritte von der ersten Gefahrenerkennung bis zur professionellen Hilfe – und weißt, wo du selbst aktiv wirst.

Die sogenannte Rettungskette beschreibt die wichtigsten Glieder in einem Notfall:

  1. Erkennen & Sichern – Gefahr erkennen, Unfallstelle sichern, Eigenschutz.
  2. Notruf absetzen – 112 wählen, Infos geben.
  3. Lebensrettende Sofortmaßnahmen – z.B. stabile Seitenlage, Wiederbelebung, Blutung stillen.
  4. Weitere Erste Hilfe & Betreuung – bis Rettungsdienst eintrifft.
  5. Professionelle Hilfe – Rettungsdienst, Notarzt, Klinik.

Eigenschutz und Überblick gewinnen

Bevor du jemanden versorgst, gilt immer:

  1. Stopp – Überblick verschaffen: Was ist passiert? Gibt es Gefahren (Verkehr, Feuer, Strom, herabfallende Teile)?
  2. Eigenschutz geht vor:
  • Straße: Warnblinkanlage, Warnweste, Warndreieck.
  • Zuhause: Herd ausschalten, Stromquelle meiden, Glasscherben sichern.
  1. Nur helfen, wenn du dich nicht selbst in Gefahr bringst. Sonst sind am Ende zwei Personen in Not.

💡 Merksatz: Erst denken, dann handeln – Sichern vor Helfen.

Aufgaben verteilen – laut und klar kommunizieren

Viele Menschen schauen in Notfallsituationen zu, weil sie unsicher sind. Nutze das:

  • Sprich einzelne Personen direkt an: „Sie mit der roten Jacke – bitte wählen Sie 112!“
  • Frage: „Wer hat Erste-Hilfe-Kenntnisse?“
  • Lass andere Material organisieren: Verbandskasten, Decke, Handschuhe, Erste-Hilfe-Set.

⚙️ Mini-Übung: Überlege dir jetzt drei Sätze, mit denen du im Notfall Menschen aktiv ansprechen würdest. Das nimmt im Ernstfall die Hemmung.

Notruf 112 richtig absetzen

🧭 Ziel dieses Abschnitts: Du kannst auch unter Stress einen klaren Notruf absetzen und weißt, was die Leitstelle von dir braucht.

Die europaweite Notrufnummer 112 erreichst du kostenlos aus allen Mobil- und Festnetzen.

Die 5 W-Fragen einfach merken

Ein bewährtes Schema für den Notruf sind die 5 W-Fragen:

Frage Bedeutung Beispiel
Wo ist etwas passiert? Genaue Adresse, ggf. Orientierungspunkte „Musterstraße 12, 3. Stock, Hinterhaus, in Musterstadt.“
Was ist passiert? Kurze Beschreibung des Ereignisses „Person bewusstlos nach Sturz.“
Wie viele Verletzte/Betroffene? Anzahl der Personen „Eine Person betroffen, weitere schauen zu.“
Welche Art von Verletzungen/Beschwerden? Grobe Einordnung, keine Fachbegriffe nötig „Person reagiert nicht, atmet flach.“
Warten auf Rückfragen Nicht auflegen, bis die Leitstelle es sagt „Ich bleibe am Telefon, bis Sie sagen, dass ich auflegen kann.“

💡 Tipp: Speichere „112“ sichtbar im Handy (z.B. als Favorit) und erkläre deinen Kindern diese Nummer – ohne Angst zu machen.

Typische Fehler beim Notruf – und wie du sie vermeidest

  • Zu früh auflegen: Warte immer, bis die Leitstelle das Gespräch beendet.
  • Zu unkonkret: Versuche, Ort und Situation so genau wie möglich zu beschreiben.
  • Angst vor „falschem Alarm“: Wenn du einen ernsten Notfall vermutest, ist es besser, einmal zu viel anzurufen als einmal zu wenig.

Notruf in besonderen Situationen

  • Kind am Telefon: Kinder dürfen und sollen 112 wählen. Erkläre ihnen, dass sie einfach sagen sollen: „Hier ist ein Kind, meine Mama/mein Papa liegt auf dem Boden, bitte helfen.“
  • Ländlicher Raum: Der Rettungsdienst kann länger brauchen. Besonders wichtig sind gute Wegbeschreibungen („weißes Haus am Ortsausgang, gegenüber der Kirche“).
  • Eingeschränkte Erreichbarkeit (z.B. Blackout): Wenn kein Handy- oder Festnetzempfang besteht, versuche, andere Menschen zu schicken, um Hilfe zu holen (z.B. zur nächsten Feuerwehr, Polizei, Arztpraxis).

🧭 Merke: Der Notruf ist eines der wertvollsten Erste Hilfe Grundlagen – du musst keine Diagnosen stellen, sondern einfach ehrlich beschreiben, was du siehst.

Erste Hilfe Schritt für Schritt: So gehst du im Notfall vor

🧭 Ziel dieses Abschnitts: Du hast ein klares, einfaches Schema im Kopf, wenn du eine Person am Boden findest.

Stell dir vor, du findest eine Person, die reglos am Boden liegt. So kannst du vorgehen:

Checkliste: Was tue ich im Notfall?

1. Sichern – Umgebung checken, Eigenschutz, ggf. Unfallstelle sichern.

2. Prüfen – Person ansprechen, vorsichtig an der Schulter rütteln.

3. Atmung kontrollieren – sehen, hören, fühlen.

4. Rufen – Notruf 112 wählen oder wählen lassen.

5. Helfen – passende Maßnahme: stabile Seitenlage, Wiederbelebung, Blutung stillen.

6. Betreuen – bei der Person bleiben, beruhigen, warm halten, Infos sammeln.

Bewusstsein und Atmung prüfen – einfache Tests

  1. Ansprechen: „Hallo, können Sie mich hören? Was ist passiert?“
  2. Rütteln: Vorsichtig an der Schulter rütteln (nicht am Kopf!).
  3. Reaktion prüfen: Reagiert die Person? Öffnet sie die Augen, murmelt, bewegt sich?

Wenn keine Reaktion kommt:

  1. Atmung prüfen:
  • Lege eine Hand an die Stirn, kippe den Kopf leicht nach hinten.
  • Hebe das Kinn mit zwei Fingern an (Kinn anheben).
  • Beuge dich mit dem Ohr über Mund und Nase: sehen (Brustkorb hebt/senkt sich), hören (Atemgeräusch), fühlen (Luft an deiner Wange).
  • Prüfe maximal 10 Sekunden.
  • Normale Atmung vorhanden? → Stabile Seitenlage und Notruf.
  • Keine oder ungewöhnliche Atmung? → Notruf und Wiederbelebung (HLW) beginnen.

⚠️ Wichtig: Ungewöhnliche „Schnappatmung“ gilt wie keine normale Atmung – hier zählt jede Sekunde.

Stabile Seitenlage – in wenigen Schritten

Die stabile Seitenlage schützt bewusstlose Personen mit normaler Atmung vor dem Ersticken.

Kurzschema (für Erwachsene):

  1. Person liegt auf dem Rücken, du kniest seitlich neben der Person.
  2. Nähere Hand im rechten Winkel neben den Körper legen.
  3. Entfernte Hand über den Brustkorb hinweg zu dir herüber führen und Handrücken an die Wange legen (zu dir).
  4. Entferntes Bein am Knie greifen, anwinkeln und zu dir ziehen, bis die Person auf der Seite liegt.
  5. Kopf leicht überstrecken, Mund leicht öffnen, damit Flüssigkeiten abfließen können.
  6. Regelmäßig Atmung kontrollieren, Notruf 112 ist (oder bleibt) aktiv.

💡 Tipp: Übe die stabile Seitenlage einmal mit einer vertrauten Person auf einem Teppich – das nimmt im Ernstfall viel Unsicherheit.

Basis der Wiederbelebung (Erwachsene)

⚠️ Hinweis: Konkrete Handgriffe zur Wiederbelebung (Herz-Lungen-Wiederbelebung) lernst du am besten in einem aktuellen Erste-Hilfe-Kurs. Hier nur ein grober Überblick, damit du ein Bild bekommst.

Grundprinzip bei Verdacht auf Herz-Kreislauf-Stillstand:

  1. Keine Reaktion, keine normale Atmung → Sofort 112 wählen (bzw. wählen lassen).
  2. Brustkorb freimachen (Kleidung nach Möglichkeit öffnen).
  3. Hände übereinander auf die Mitte des Brustkorbs legen.
  4. Mit gestreckten Armen gleichmäßig auf den Brustkorb drücken – etwa 100–120 Mal pro Minute, mit so wenig Unterbrechungen wie möglich.
  5. Wenn du darin geschult bist und dich sicher fühlst: im Wechsel 30 Mal drücken, 2 Atemspenden geben.
  6. Nicht aufhören, bis Profis übernehmen oder die Person wieder normal reagiert/atmet.

💡 Survival-Tipp: In einer Krisensituation, in der Hilfe länger braucht, kann ein automatischer externer Defibrillator (AED) in der Nähe (Bahnhof, Sporthalle, Betrieb) die Überlebenschancen erhöhen. Achte dir im Alltag bewusst, wo bei dir in der Umgebung AED-Geräte hängen.

Wundversorgung Grundlagen

🧭 Ziel dieses Abschnitts: Du kannst kleinere und mittlere Wunden einschätzen und sicher versorgen – und erkennst, wann Arzt oder Notaufnahme nötig sind.

Wundarten im Alltag

Typische Wunden, die dir begegnen können:

  • Schürfwunde: Oft bei Stürzen, oberflächliche Verletzung mit großflächiger Hautabschürfung.
  • Schnittwunde: Durch Messer, Glas oder Blech, oft glatte Wundränder.
  • Platzwunde: Durch Schlag oder Sturz auf harte Kante, häufig stark blutend.
  • Bisswunde: Durch Tier- oder Menschenbiss, erhöhtes Infektionsrisiko.

Reihenfolge der Wundversorgung

⚙️ Einfaches Grundschema:

  1. Eigenschutz: Möglichst Einmalhandschuhe anziehen, Blutkontakt vermeiden.
  2. Blutung einschätzen: Tropft, läuft, spritzt? Stark blutende Wunden zuerst versorgen.
  3. Wunde beurteilen: Größe, Tiefe, Verschmutzung, Lage (z.B. am Gesicht, Gelenk).
  4. Reinigen: Saubere, möglichst sterile Kompresse oder Tuch; groben Schmutz abwischen. Kein Schmutzwasser, keine „Wundexperimente“ mit Hausmitteln.
  5. Abdecken: Mit steriler Kompresse und Mullbinde oder Pflaster.
  6. Beobachten: Schmerzen, Rötung, Schwellung, Fieber – Warnzeichen für Infektion.

Blutungen stillen – von Pflaster bis Druckverband

  • Kleine Blutung: Meist reicht ein Pflaster oder eine kleine Kompresse mit leichtem Druck.
  • Stärkere Blutung: Saubere Kompresse auflegen und kräftig drücken. Wenn möglich, mit einer Binde stramm fixieren.
  • Keine Fremdkörper entfernen: Steckt etwas in der Wunde (z.B. Glassplitter, Metallteil), nicht herausziehen! Stattdessen rundherum polstern und fixieren, Notruf 112.

💡 Tipp: In deinem Verbandskasten sollten unterschiedliche Pflastergrößen, sterile Kompressen und mehrere Mullbinden vorhanden sein.

Wann zum Arzt oder in die Notaufnahme?

  • Wunde ist tief, klaffend oder sehr groß.
  • Blutung lässt sich trotz Druck nicht stoppen.
  • Wunde im Gesicht, an Gelenken oder im Bereich von Sehnen.
  • Bisswunden (Tier/Mensch).
  • Starke Verschmutzung (Erde, Rost, Öle) – besonders bei unklarem Tetanus-Impfschutz.

⚠️ Warnzeichen für Infektion: Zunehmende Rötung, Schwellung, pochende Schmerzen, Eiter, Fieber → ärztliche Abklärung.

Beispiel-Tabelle: Typische Wunden & Maßnahmen
Wundart Typische Ursache Erste Maßnahmen Wann zum Arzt?
Schürfwunde Sturz auf Asphalt/Spielplatz Reinigen, desinfizieren, Pflaster/Verband Bei starker Verschmutzung oder großer Fläche
Schnittwunde Messer, Glas Blutung stillen, Wundränder zusammen, Pflaster/Verband Wenn Wunde klafft, tief ist oder stark blutet
Platzwunde Stoß gegen Kante Blutung stillen, kühlen (z.B. Stirn), Verband Bei sichtbarer Tiefe, im Gesicht oder an Gelenken
Bisswunde Tier- oder Menschenbiss Gründlich spülen, abdecken Immer ärztlich abklären (Infektionsgefahr)

Erste Hilfe bei Kindern

🧭 Ziel dieses Abschnitts: Du kennst besondere Herausforderungen bei Kindern und typische Notfälle – und weißt, wann unbedingt Profi-Hilfe nötig ist.

Emotionale Komponente

Wenn es um eigene Kinder oder nahestehende Kinder geht, ist die emotionale Belastung besonders hoch. Panik ist normal – aber nur bedingt hilfreich. Deshalb ist Vorbereitung so wichtig:

  • Ein aktueller Erste-Hilfe-am-Kind-Kurs gibt Sicherheit.
  • Klare Abläufe helfen, trotz Stress ins Tun zu kommen.

Typische Kinder-Notfälle im Alltag

  • Stürze (Couch, Klettergerüst, Fahrrad)
  • Verschlucken kleiner Gegenstände (Spielzeugteil, Nuss)
  • Verbrennungen/Verbrühungen (heißes Wasser, Herdplatte)
  • Vergiftungen (Medikamente, Putzmittel)

Hier gilt besonders: Lieber einmal zu früh ärztliche Hilfe holen als einmal zu spät.

Unterschiede zu Erwachsenen – ganz grob

  • Kinder sind kleiner und empfindlicher, Maßnahmen müssen angepasst werden (Druck, Atemvolumen).
  • Symptome können sich schneller verändern.
  • Kinder haben oft große Angst – ruhiges, klares Zureden hilft enorm.

⚠️ Wichtiger Hinweis: Detailwissen zur Wiederbelebung, zum Umgang mit Verschlucken (z.B. Rückenstöße, Bauchstöße) und zu speziellen Kinder-Notfällen gehört in einen Kinder-Erste-Hilfe-Kurs.

Grenzen: Wann unbedingt Profi-Hilfe nötig ist

  • Bewusstlosigkeit oder ungewöhnliche Schläfrigkeit.
  • Verdacht auf Kopfverletzung (Bewusstseinsstörung, Erbrechen, Wesensveränderung).
  • Atemprobleme, pfeifende oder rasselnde Atmung.
  • Starke Schmerzen, anhaltendes Schreien, blasse oder blauverfärbte Haut.

💡 Tipp: Speichere in deinem Handy zusätzlich zur 112 auch die Telefonnummer des Kinderarztes und eines ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

Checkliste: Deine persönliche Erste-Hilfe-Ausstattung

🧭 Ziel dieses Abschnitts: Du weißt, welche Materialien du zu Hause, im Auto und für Krisensituationen vorrätig haben solltest.

Erste-Hilfe-Set für Zuhause

📦 Grundausstattung für Haushalt & Krisenvorsorge:

✅ Verbandskasten nach aktueller Norm (Inhalt wie Kfz-Verbandskasten, ergänzt für den Haushalt)

✅ Verschiedene Pflaster (Strips, Fingerkuppen, größere Wundschnellverbände)

✅ Sterile Kompressen in mehreren Größen

✅ Mullbinden und elastische Binden

✅ Dreieckstuch(e)

✅ Einmalhandschuhe (am besten mehrere Paare)

✅ Wunddesinfektionsmittel

✅ Schere (verbandsgeeignet, stumpfe Spitze)

✅ Pinzette (z.B. für Splitter)

✅ Rettungsdecken (mehrere Stück)

✅ Kühlpack (wiederverwendbar oder Einmal-Kältekompressen)

✅ Notfallkarte mit wichtigen Telefonnummern (Hausarzt, Kinderarzt, Nachbarn)

💡 Produkt-Tipp: Ein modulares Erste-Hilfe-Set, das du für Haushalt, Auto und Fluchtrucksack kombinieren kannst, ist oft praktischer als drei komplett getrennte Sets. Achte auf die Möglichkeit, einzelne Komponenten nachzukaufen.

Erste-Hilfe-Set fürs Auto und unterwegs

Im Auto ist ein Verbandskasten nach DIN 13164 vorgeschrieben (je nach Ausgabestand). Für unterwegs (Rucksack, Fahrradtasche) reicht oft ein kompaktes Set.

📦 Auto:

✅ Verbandskasten nach gültiger Norm

✅ Zusätzlich: zweite Rettungsdecke, weitere Handschuhe, kleine Taschenlampe/Stirnlampe, Einweg-Maske für Beatmung (wenn gewünscht)

📦 Unterwegs (Rucksack, Arbeitstasche):

✅ Mini-Set mit Pflastern, kleinen Kompressen, Mullbinde

✅ Einmalhandschuhe

✅ Rettungsdecke

✅ Persönliche Medikamente (z.B. Allergiemittel), sofern nötig

Zusätzliche Vorräte für Krisenszenarien

In Krisensituationen (z.B. längerem Stromausfall, Extremwetter) kann Hilfe deutlich länger auf sich warten lassen. Dann hilft eine erweiterte Ausstattung:

📦 Ergänzungen für Krisenvorsorge:

✅ Mehrere Verbandskästen oder zusätzliche Füllsets

✅ Extra-Handschuhe, Kompressen, Mullbinden, Pflaster

✅ Stirnlampe mit Ersatzbatterien

✅ Desinfektionsmittel in ausreichender Menge

✅ Müllbeutel und stabile Handschuhe zur sicheren Entsorgung von Blut- oder Wundmaterial

✅ Notfallhandbuch/Erste-Hilfe-Leitfaden in Papierform

💡 CTA:

Lade dir unsere kostenlose Erste-Hilfe-Checkliste & Spickzettel herunter – ideal für Kühlschrank, Flur oder Hausapotheke. So hast du im Notfall die wichtigsten Schritte im Blick.

Erste-Hilfe-Kurs finden und dranbleiben

🧭 Ziel dieses Abschnitts: Du weißt, welchen Kurs du brauchst, wie oft du auffrischen solltest und wie du dein Wissen im Alltag präsent hältst.

Welche Kursarten gibt es?

Kursart Zielgruppe Dauer (typisch) Schwerpunkt
Erste Hilfe Grundkurs Alle Interessierten, Führerschein 1 Tag Basismaßnahmen, Notruf, Bewusstlosigkeit, Wunden
Erste Hilfe am Kind Eltern, Großeltern, Betreuende 1 Tag Kinder-Notfälle, Verschlucken, Fieberkrampf
Betriebliche Erste Hilfe Beschäftigte im Betrieb 1–2 Tage Arbeitsunfälle, betriebliche Anforderungen
Auffrischungskurs Personen mit Vorkenntnissen 1 Tag Wiederholung & Aktualisierung der Grundkenntnisse

💡 Tipp: Viele Hilfsorganisationen bieten Wochenend- oder Kompaktkurse an – ideal, um mit Partner:in, Freund:innen oder Kolleg:innen gemeinsam teilzunehmen.

Wie oft sollte man auffrischen?

Empfehlenswert ist eine Auffrischung alle 2–3 Jahre oder immer dann, wenn du das Gefühl hast, vieles vergessen zu haben. Besonders wichtig ist das, wenn du:

  • Viel Auto fährst,
  • Verantwortung für Kinder trägst,
  • In einem Bereich arbeitest, in dem viele Menschen zusammenkommen.

Kriterien für gute Kursanbieter

  • Anerkannte Organisation (z.B. große Hilfsorganisationen oder zertifizierte Anbieter).
  • Hoher Praxisanteil (Übungen, Rollenspiele, realistische Szenarien).
  • Klare, verständliche Unterlagen, gern mit Spickzetteln.
  • Möglichkeit, Fragen aus dem Alltag einzubringen (Kinder, Krisenvorsorge, spezielle Erkrankungen in der Familie).

Wissen aktuell halten – kleine Übungen im Alltag

⚙️ Mini-Übungen für alle paar Monate:

  • Geh im Kopf durch: „Wie würde ich reagieren, wenn jemand hier und jetzt zusammenbricht?“
  • Schau unterwegs gezielt nach AED-Geräten (Defibrillatoren) und merke dir deren Standorte.
  • Kontrolliere deinen Verbandskasten und ersetze abgelaufene Materialien.
  • Sprich mit der Familie über Notruf 112 und einfache Maßnahmen.

🧭 Micro-CTA: Nimm dir heute 5 Minuten und checke einen deiner Verbandskästen. Fehlt etwas? Mach dir eine kurze Einkaufsliste.

Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung

Erste Hilfe Grundlagen sind kein Spezialwissen für Profis, sondern eine Basisfähigkeit für alle, die Verantwortung für sich und andere übernehmen wollen – im Alltag genauso wie in der Krisenvorsorge.

Wenn du:

  • Die Rettungskette kennst,
  • einen strukturierten Notruf absetzen kannst,
  • einfache Maßnahmen wie stabile Seitenlage und Wundversorgung beherrschst,
  • und deine Erste-Hilfe-Ausstattung in Schuss hältst,

bist du vielen Situationen voraus.

💡 Nächster Schritt: Melde dich zu einem Erste-Hilfe-Kurs oder Auffrischung an und drucke dir einen Spickzettel für Zuhause aus. Jede geübte Handgriff heute kann morgen den entscheidenden Unterschied machen.

🧭 Weiterlesen auf survival-check.com:

  • Wundversorgung im Krisenfall: Von Pflaster bis Notverband
  • Erste Hilfe bei Kindern: Die wichtigsten Notfälle sicher meistern
  • Hausapotheke & Medikamente: Vorrat planen ohne Übertreibung
  • Blackout & Verletzungen: Wie du ohne schnelle Hilfe klarkommst
  • Erste-Hilfe-Sets im Vergleich: Auto, Haushalt, Fluchtrucksack
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