Notfall Getränke: So planst du den richtigen Getränkevorrat für deine Familie
Wenn der Strom ausfällt oder Lieferketten stocken, merkst du schnell: Ohne passende Notfall Getränke wird es für deine Familie unangenehm – lange bevor der Kühlschrank ganz leer ist. Dieser Guide zeigt dir Schritt für Schritt, wie du einen alltagstauglichen Getränkevorrat für 10–14 Tage aufbaust – mit Wasser, Säften, Elektrolyten & Co.
Einleitung: Warum Notfall Getränke für Familien so wichtig sind 🧭
Für viele Menschen ist „Krisenvorsorge“ gleichbedeutend mit Wasser und ein paar Dosen Ravioli. Doch im Familienalltag geht es um mehr:
- Kinder trinken anders als Erwachsene.
- Ältere Angehörige haben ein anderes Durstempfinden.
- Krankheiten, Hitze oder Stress können den Flüssigkeitsbedarf plötzlich erhöhen.
Ein durchdachter Getränkevorrat hilft dir, genau diese Situationen abzufedern – ohne Panik, ohne Chaos-Einkäufe in letzter Minute.
💡 Kurz gesagt: Dein Getränkevorrat ist keine Prepper-Spinnerei, sondern pragmatische Familienvorsorge.
Warum Notfall Getränke mehr sind als nur Wasser
Wasser ist die Basis – aber eben nur ein Teil des Puzzles. Getränke übernehmen im Notfall mindestens vier Aufgaben:
- Flüssigkeit sichern – damit niemand dehydriert.
- Energie liefern – wenn warme Mahlzeiten ausfallen oder knapp sind.
- Elektrolyte ausgleichen – wichtig bei Hitze, Durchfall oder körperlicher Belastung.
- Komfort & Stimmung stabilisieren – ein vertrauter Tee oder Kakao wirkt oft wie ein Anker.
Typische Irrtümer:
- „Nur Wasser reicht immer.“ → Stimmt bei Hitze, Krankheit oder für Kinder oft nicht.
- „Softdrinks ersetzen Wasser.“ → Hoher Zucker, wenig Elektrolyte, für Kinder ungeeignet.
🧭 Merksatz: Denke deinen Getränkevorrat als Baukasten: Basis = Wasser, darauf Energie (Saft, Sirup), plus Elektrolyte, plus ein paar Wohlfühl-Extras.
Trinkbedarf im Krisenfall – was ändert sich wirklich?
Im Alltag liest du oft: „1,5 bis 2 Liter am Tag“. Im Krisenfall verschieben sich die Rahmenbedingungen:
- Du kannst nicht einfach nachkaufen.
- Kochen & Kühlen sind vielleicht eingeschränkt (Blackout).
- Stress & zusätzliche körperliche Arbeit erhöhen den Bedarf.
💡 Kurzantwort für die Planung:
- Rechne mit mindestens 2 Litern Trinkmenge pro Person und Tag.
- Plane zusätzlich Reserve für Hitze, Krankheit und körperliche Arbeit ein.
Familienperspektive: Kinder, ältere Angehörige & besondere Bedürfnisse
Familien sind bunt – und genau so bunt ist der Trinkbedarf:
- Kinder trinken unregelmäßiger und mögen Wasser oft nur mit Geschmack (Schorle, Tee, Sirup).
- Babys und Kleinkinder brauchen Säuglingsnahrung und ggf. spezielle Elektrolytlösungen nach ärztlicher Empfehlung.
- Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf.
- Senior:innen spüren Durst oft weniger deutlich – sie brauchen Getränke, die „leicht über die Lippen gehen“ (leicht süß, nicht zu kalt).
- Vorerkrankungen (Herz, Nieren, Diabetes) können Einfluss auf die Trinkmenge oder Zucker-/Mineralstoffgehalt haben.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn bei euch chronische Erkrankungen, Säuglinge oder besondere medizinische Situationen vorliegen, sprich die Vorratsplanung am besten einmal mit Ärztin/Arzt oder Hebamme durch.
Wie viel Getränkevorrat pro Person und Tag? 🧮
Die wichtigste Frage für deinen Getränkevorrat lautet: Wie viel brauchst du wirklich?
💡 Kurzantwort:
- Plane pro Person mindestens 2 Liter Trinkmenge pro Tag.
- Für 7 Tage sind das 14 Liter pro Person, für 14 Tage 28 Liter pro Person.
- Der Großteil sollte Wasser oder ungesüßter Tee sein.
Rechenbeispiele für 3, 7 und 14 Tage
Richtwerte pro Person
- 2 Liter/Tag × 3 Tage = 6 Liter
- 2 Liter/Tag × 7 Tage = 14 Liter
- 2 Liter/Tag × 14 Tage = 28 Liter
Beispiel: 4-Personen-Familie (2 Erwachsene, 2 Kinder)
| Zeitraum | Berechnung | Gesamtmenge |
|---|---|---|
| 3 Tage | 4 × 2 l × 3 Tage | 24 l |
| 7 Tage | 4 × 2 l × 7 Tage | 56 l |
| 14 Tage | 4 × 2 l × 14 Tage | 112 l |
Davon sollten idealerweise 75–80 % Wasser sein. Der Rest kann aus Saft, Sirup, Tee, Milchalternativen und Elektrolytgetränken bestehen.
📦 Praxis-Tipp: Eine Kiste mit 12 × 1,5-l-Flaschen enthält 18 Liter. Für 4 Personen und 7 Tage brauchst du also ungefähr 3–4 Kisten Wasser plus etwas Saft/Sirup.
Minimal- vs. Komfortvorrat für Familien
Nicht jede Familie hat einen Keller. Deshalb lohnt sich die Unterscheidung:
Minimalvorrat (3–7 Tage)
- Fokus: Wasser, etwas Saft/Sirup, einfache Elektrolyte.
- Ziel: Kurzfristige Störungen (Stromausfall, Lieferschwierigkeiten) abfangen.
- Beispiel 4 Personen / 7 Tage:
- 3–4 Kisten Wasser (54–72 l)
- 3–4 l Saft + 1–2 Flaschen Sirup
- 1 Packung Elektrolytpulver oder -tabletten
Komfortvorrat (10–14 Tage)
- Zusätzlich: Kaffee, Tee, Kakao, Lieblingsgetränke, mehr Auswahl an Säften.
- Ziel: Den gewohnten Trinkalltag weitgehend aufrechterhalten.
🧭 Orientierung: Starte mit einem Minimalvorrat für 7 Tage. Wenn der sich gut ins Zuhause integrieren lässt, baust du Schritt für Schritt Richtung 10–14 Tage aus.
Welche Getränke eignen sich für den Notfall? 🍶

Für deinen Getränkevorrat haben sich fünf Kategorien bewährt:
- Wasser & Mineralwasser
- Säfte, Sirup & Instantgetränke
- Elektrolytgetränke
- Kaffee, Tee & „Nervennahrung“
- Spezielle Getränke für Kinder & Babys
Wasser & Mineralwasser als Basis
Ohne Wasser geht nichts – weder für den Körper noch für Babynahrung oder Medikamente.
Geeignete Formen:
- Mineralwasser in PET oder Glasflaschen
- Leitungswasser in geeigneten Kanistern oder Flaschen (regelmäßig wechseln)
Sprudel vs. still:
- Stilles Wasser ist universeller (Kochen, Tee, Babynahrung).
- Ein Teil Sprudelwasser kann angenehm sein und liefert je nach Sorte mehr Mineralstoffe.
Glas vs. PET:
- Glas: geschmacksneutral, gut lagerbar, aber schwer und zerbrechlich.
- PET: leicht, bruchsicher, aber licht- und hitzeempfindlicher.
📦 Lager-Tipp: Schwere Kisten (Wasser, Glas) immer nach unten, leichtere Getränke oben – das ist sicherer und rückenschonend.
Säfte, Sirup & Instantgetränke als Energielieferanten
Säfte & Sirupe bringen Kalorien, Geschmack und Motivation in den Vorrat – gerade bei Kindern.
Geeignet sind z.B.:
- Fruchtsäfte im Tetrapak oder in Glasflaschen
- Fruchtsirup / Kräutersirup zum Verdünnen
- Instantgetränkepulver (Teegetränke, Brause, isotonische Pulver ohne Koffein)
Vorteile:
- machen Wasser schmackhafter
- liefern schnell Energie durch Zucker
- Sirup ist sehr platzsparend (eine Flasche ergibt oft 5–8 l Getränk)
⚠️ Hinweis: Süße Getränke sind im Notfall hilfreich – im Alltag aber besser in Maßen einsetzen und mit Wasser mischen.
Kaffee, Tee & „Nervennahrung“
Ein warmes Getränk kann in einer stressigen Lage Gold wert sein.
Sinnvolle Ergänzungen:
- Kaffee (Instant oder gemahlen) + stromlose Zubereitung (Handfilter, French Press)
- Schwarzer, grüner Tee & Kräutertee
- Kakaopulver oder Trinkschokolade für Kinder und als Seelenwärmer
Achte auf:
- Koffeinmenge: Zu viel Koffein kann Schlaf stören – plane auch koffeinfreie Alternativen ein.
- Zubereitung: Denke an Gaskocher oder Campingkocher, um Wasser erhitzen zu können.
Getränke für Kinder & Babys
Hier geht es um Sicherheit und Akzeptanz.
Für Babys & Kleinkinder:
- Säuglingsnahrung (Pulver) passend zur Altersstufe
- ggf. ärztlich empfohlene Spezialnahrung
- stilles, geeignetes Wasser zur Zubereitung
Für größere Kinder:
- milde Früchte- oder Kräutertees
- etwas Kakao- oder Trinkschokoladenpulver
- kindgerechte Elektrolytlösungen (aus Apotheke/Drogerie)
⚠️ Wichtig: Säuglingsnahrung immer nach Herstellerangabe zubereiten. Improvisierte Elektrolytrezepte sind für Babys tabu – hier nur fertige Produkte und ärztlichen Rat nutzen.
Elektrolyte im Notfall richtig abdecken ⚙️
Neben Wasser braucht dein Körper Mineralstoffe (Elektrolyte) wie Natrium, Kalium und Magnesium. Sie steuern z.B. den Wasserhaushalt, Nerven- und Muskelfunktionen.
Wann werden Elektrolyte kritisch?
Besonders wichtig sind Elektrolyte, wenn:
- jemand Durchfall oder Erbrechen hat
- ihr eine Hitzewelle erlebt und stark schwitzt
- viel körperliche Arbeit anfällt (Aufräumen, Tragen, lange Wege)
Hier reicht Wasser allein oft nicht – der Körper braucht zusätzlich Salz und etwas Zucker, damit die Flüssigkeit gut aufgenommen wird.
Fertige Elektrolytprodukte für Familien
Praktische, platzsparende Optionen:
- Elektrolytpulver in Beuteln
- Brausetabletten mit Elektrolyten
- fertige isotonische Getränke (ohne Koffein)
Vorteile von Pulver & Tabletten:
- sehr platzsparend
- gut dosierbar
- lange haltbar
Achte bei Familien besonders auf:
- kindertaugliche Geschmacksrichtungen
- klare Dosierungsangaben nach Alter/Gewicht
- keine unnötigen Zusatzstoffe oder Koffein
💡 Tipp: Teste 1–2 Elektrolytprodukte im Alltag, bevor du große Mengen einlagerst. Im Notfall ist nicht die beste Zeit für „Geschmacksexperimente“.
Isotonische Getränke selbst mischen – Basisrezept
Wenn keine fertigen Produkte verfügbar sind, kannst du eine einfache Elektrolytlösung herstellen – für Erwachsene und größere Kinder.
Ein mögliches Grundrezept:
- 1 Liter sauberes Wasser
- 6 gestrichene Teelöffel Zucker
- 1 gestrichener Teelöffel Kochsalz
- optional: etwas Fruchtsaft oder Sirup für Geschmack
Gut umrühren und in kleinen Schlucken trinken.
⚠️ Wichtig:
- Dieses Rezept ist nur eine Notlösung, wenn keine fertigen Produkte verfügbar sind.
- Für Babys & Kleinkinder bitte nur fertige ORS-Lösungen (Apotheke/Drogerie) nutzen und ärztlichen Rat einholen.
Wann du trotz Elektrolyten zum Arzt musst
Elektrolytgetränke sind Unterstützung – sie ersetzen keinen Arzt.
Suche dringend medizinische Hilfe, wenn:
- Durchfall oder Erbrechen länger als einen Tag stark anhalten
- Kinder apathisch, sehr schläfrig oder ungewöhnlich teilnahmslos wirken
- kaum oder kein Urin mehr kommt
- starke Bauchschmerzen oder hohes Fieber dazukommen
🧭 Orientierung: Halte Notruf- und Bereitschafts-Nummern (Hausarzt, Kinderarzt, ärztlicher Bereitschaftsdienst) ausgedruckt bereit – im Blackout funktionieren digitale Kontaktlisten nur begrenzt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Getränkevorrat für 10–14 Tage 🧭
Mit dieser Anleitung baust du deinen Getränkevorrat in Ruhe auf – auch mit kleinem Budget und wenig Platz.
Schritt 1 – Bedarf & Personenzahl ermitteln
Notiere dir:
- Wie viele Personen leben im Haushalt?
- Gibt es Babys, Schwangere, Stillende, Senior:innen, Vorerkrankte?
- Welche Getränke trinkt ihr im Alltag wirklich gern?
Berechne dann:
- Personenanzahl × 2 Liter × gewünschte Tage (z.B. 10 oder 14)
Beispiel: 3 Personen × 2 l × 10 Tage = 60 l.
Schritt 2 – Plan & Einkaufsliste erstellen
Teile die Gesamtmenge in Kategorien auf:
- 70–80 % Wasser (Mineralwasser, Leitungswasser in Kanistern)
- 20–30 % Geschmack & Energie (Saft, Sirup, Instantdrinks)
- Elektrolyte (Pulver/Tabletten, ggf. fertige Getränke)
- Spezialbedarf (Babynahrung, Trinknahrung, Lieblingsgetränke)
📦 Beispiel 10 Tage / 3 Personen (60 l):
- 3 Kisten Wasser à 18 l = 54 l
- 2 l Saft + 1 Flasche Sirup
- 1–2 Packungen Elektrolytpulver
- Tee/Kaffee nach Bedarf
Schritt 3 – In Etappen einkaufen & Budget schonen
Du musst nicht alles auf einmal kaufen. Beispiel für einen 4-Wochen-Plan:
- Woche 1: 1–2 Kisten Wasser + 1 Sirup
- Woche 2: 1 Kiste Wasser + 2 l Saft
- Woche 3: Elektrolytpulver + Tee/Kaffee
- Woche 4: fehlende Kisten Wasser + ggf. Babynahrung/Kakao
So wächst dein Vorrat nebenbei, ohne das Haushaltsbudget zu sprengen.
Schritt 4 – Getränke lagern & beschriften
Grundregeln:
- kühl, dunkel, trocken, kein Frost
- Kinder haben keinen Zugang zu schweren Kisten oder Glasflaschen
- Getränke nicht direkt neben Putzmitteln lagern
Beschrifte Regale oder Kisten z.B. so:
- „Wasser – Notvorrat“
- „Saft & Sirup“
- „Elektrolyte & Medizinisches“
💡 Tipp: Markiere auf jeder Kiste das früheste MHD groß mit Edding. So siehst du auf einen Blick, welche Kiste als nächstes „dran“ ist.
Checkliste & Praxis: Lagerung, Haltbarkeit & Rotation 📦

Ein Vorrat ist kein Museumsstück – er will benutzt und gepflegt werden. Mit einem einfachen System dauert das nur wenige Minuten.
Checkliste: So prüfst du deinen Getränkevorrat
Nimm dir alle 2–3 Monate 5 Minuten Zeit:
- Sind alle Flaschen & Kartons unbeschädigt?
- Ist die Gesamtmenge noch auf deinem Zielniveau (z.B. 10 oder 14 Tage)?
- Was läuft in den nächsten 3–6 Monaten ab?
- Fehlen bestimmte Kategorien (z.B. Elektrolyte, Kindergetränke)?
🧭 Routine-Tipp: Verknüpfe die Kontrolle mit einem festen Termin, z.B. Zeitumstellung, Schulstart oder Jahreswechsel.
Regale, Kisten & Ordnungssystem
Ob Keller, Abstellraum oder Nische hinter der Couch – Ordnung hilft:
- Schwere Kisten nach unten, leichte oben.
- Glasflaschen bruchsicher lagern (nicht am Rand, keine wackeligen Stapel).
- Kategorien zusammenfassen (Wasser, Säfte, Sirup, Kindergetränke, Elektrolyte).
- Alles so beschriften, dass jede Person im Haushalt es versteht.
📦 Extra-Tipp für kleine Wohnungen: Nutze stapelbare Kunststoffboxen unter dem Bett, auf dem Schrank oder hinter Türen. Eine Box = eine Kategorie.
Umgang mit ablaufenden Getränken
So vermeidest du Lebensmittelverschwendung:
- Binde Notfallgetränke in den normalen Alltag ein (Schorlen, Tee, Kakao).
- Nutze das First-in-first-out-Prinzip: Älteste Getränke zuerst.
- Wenn eine Kiste leer wird, direkt beim nächsten Einkauf wieder auffüllen.
💡 Merksatz: Dein Getränkevorrat ist eine verlängerte Speisekammer, kein heiliges „Nur für den Ernstfall“-Regal.
Besondere Szenarien: Hitze, Krankheit & Blackout ⚠️
Manche Situationen stressen deinen Getränkevorrat besonders. Wenn du sie vorher durchdenkst, bist du entspannter.
Hitzewelle & Stromausfall
Bei Hitze steigt der Flüssigkeitsbedarf deutlich.
Praktische Anpassungen:
- Zusätzlich 0,5–1 l pro Person und Tag als Sommerreserve einplanen.
- Mehr stilles Wasser und leichte Elektrolytgetränke bevorraten.
- Alkohol und stark koffeinhaltige Drinks eher reduzieren.
📦 Tipp: Lege dir 1–2 Kisten „Hitzereserve“ an, die du nur in den heißen Monaten nutzt und danach wieder auffüllst.
Magen-Darm in der Krise

Wenn Magen-Darm-Infekte im Haushalt umgehen, ist Trinken absolut entscheidend.
Empfehlenswert:
- Elektrolytlösungen (fertig oder aus Pulver)
- milde Tees (Kamille, Fenchel, Pfefferminze)
- stilles Wasser in kleinen Schlucken
Weniger geeignet:
- große Mengen sehr zuckerhaltiger Softdrinks
- Milchgetränke, wenn sie den Magen zusätzlich reizen
- stark koffeinhaltige Getränke
⚠️ Achtung: Bei Kleinkindern oder älteren Menschen mit anhaltenden Beschwerden lieber einmal mehr medizinischen Rat einholen.
Medikamente & Trinken
Manche Medikamente müssen mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden oder vertragen sich nicht mit bestimmten Getränken (z.B. Grapefruitsaft).
Darum:
- Halte immer genug neutrales Wasser bereit.
- Notiere bei Bedarf auf einem Zettel im Vorratsbereich: „Medikamente nur mit Wasser einnehmen“.
Typische Fehler beim Getränkevorrat – und wie du sie vermeidest
Emotional vs. praktisch
Häufige Fehler:
- Vorrat besteht fast nur aus Softdrinks.
- Es fehlt an Wasser und Elektrolytoptionen.
- Kinder mögen die gewählten „gesund klingenden“ Getränke nicht.
So machst du es besser:
- Basis: Wasser + Tee.
- Ergänzung: Säfte/Sirup, die deine Familie mag.
- Extras: ein paar Lieblingssoftdrinks für die Nerven – aber nicht als Hauptvorrat.
Deine monatliche Vorratsroutine
Eine ganz einfache Routine reicht aus:
- Kurz MHDs prüfen.
- Nahe am MHD: nach vorne stellen und als Nächstes trinken.
- Fehlende Kisten/Produkte auf die Einkaufsliste.
- 1× im Jahr Gesamtcheck aller Notvorräte (Essen & Trinken).
💡 Tipp: Druck dir eine kleine Checkliste „Getränkevorrat“ aus und hänge sie innen an die Vorratstür. So denkst du automatisch daran.
FAQ zu Notfall Getränken ❓
Welche Getränke sollte ich neben Wasser für den Notfall lagern?
Eine gute Basis ist:
- Wasser (stilles & sprudelndes)
- Saft und Sirup
- Tee und etwas Kaffee
- 1–2 Elektrolytprodukte
- für Kinder: passende Tees, ggf. Kakao, kindgerechte Elektrolytlösungen
Wie viel Getränkevorrat brauche ich pro Person?
Rechne mit mindestens 2 Litern Trinkmenge pro Person und Tag. Für 14 Tage sind das 28 Liter pro Person. Ein Teil kann aus Saft/Schorle bestehen, die Basis bleibt Wasser.
Brauche ich spezielle Elektrolytgetränke im Notfall?
Streng genommen: Nur dann, wenn Hitze, Durchfall, Erbrechen oder körperliche Belastung dazukommen. Praktisch sind Elektrolytpulver oder -tabletten, weil sie wenig Platz brauchen und lange haltbar sind.
Sind Softdrinks oder Energydrinks als Notfall Getränke geeignet?
In Maßen ja, aber sie ersetzen Wasser nicht. Softdrinks enthalten viel Zucker, Energydrinks zusätzlich Koffein – für Kinder und empfindliche Personen sind sie ungeeignet, vor allem in großen Mengen.
Wie lange sind Getränke im Vorrat haltbar?
- Wasser in verschlossenen Flaschen ist bei kühler, dunkler Lagerung meist sehr lange verwendbar.
- Säfte & Sirupe sollten nach MHD beurteilt werden, halten bei guter Lagerung aber oft länger.
- Immer auf Geruch, Aussehen und Verpackungszustand achten.
Wie lagere ich Getränke, wenn ich nur wenig Platz habe?
Nutze z.B.:
- stapelbare Kisten unter dem Bett
- den Platz auf oder hinter Schränken
- schmale Nischen (z.B. hinter Türen)
Wichtig ist, dass es möglichst kühl, dunkel und trocken bleibt.
Fazit & nächste Schritte 🧭
Du musst deinen Getränkevorrat nicht in einer Woche „perfekt“ machen. Wichtig ist, dass du überhaupt anfängst – und dranbleibst.
Wenn du:
- Pro Person 2 Liter Trinkmenge pro Tag planst,
- Wasser als Basis und Säfte/Sirup als Ergänzung lagerst,
- 1–2 Elektrolytprodukte für Hitze & Krankheit bereithältst und
- deinen Vorrat regelmäßig rotierst,
bist du schon deutlich besser vorbereitet als die meisten.
📦 Nächster Schritt: Nimm dir beim nächsten Einkauf eine zusätzliche Kiste Wasser und einen Sirup mehr mit. So wächst dein Getränkevorrat ganz entspannt nebenbei.
➡️ Weiterführende Artikel (interne Verlinkung):
- „Wasserversorgung im Notfall: Trinkwasser lagern, filtern, sparen“
- „Lebensmittel-Notvorrat: Haltbare Lebensmittel für 14 Tage und länger“
- „Blackout-Vorsorge: Stromausfall überstehen mit Licht, Energie & Kommunikation“

