Notvorrat für Haustiere: Futter in Krisen

Hund und Katze sitzen entspannt vor einem gut sortierten Futtervorrat in einem Wohnzimmer.

Table of Contents

Warum ein Notvorrat für Haustiere unverzichtbar ist 🐾

Wenn der Supermarkt zu bleibt, merken viele erst, wie abhängig sie vom täglichen Einkauf sind – auch beim Futter fürs Tier. Mit einem durchdachten Notvorrat bleiben Hund, Katze & Co. auch in Krisen gut versorgt.

Viele Haustierbesitzer:innen haben einen recht gut gefüllten Schrank – aber kaum jemand plant wirklich systematisch für Ausfälle. Dabei sind es nicht nur „große Katastrophen“, die zum Problem werden können, sondern ganz alltägliche Störungen:

  • längere Stromausfälle oder Heizungsprobleme im Winter
  • Lieferengpässe im Handel, Streiks, leere Regale
  • persönliche Krisen wie Quarantäne, Krankheit oder Unfall
  • regionale Unwetter, Hochwasser oder Schneestürme

In all diesen Situationen bleibt eines gleich: Dein Haustier ist auf dich angewiesen. Du kannst nicht einfach erklären, warum gerade kein Futter da ist.

🧭 Hinweis: Ein Notvorrat für Haustiere ist keine Panik-Reaktion, sondern ein Akt von Verantwortung – so wie eine Haftpflichtversicherung oder ein Erste-Hilfe-Set.

Typische Krisenszenarien & was sie für Haustiere bedeuten

Stell dir vor, du kannst für ein paar Tage das Haus nicht verlassen – weil Straßen gesperrt sind, du krank im Bett liegst oder der ÖPNV stillsteht. Für dich ist das unangenehm, für dein Tier kann es schnell kritisch werden:

  • Kein Futter im Haus: Du musst spontan irgendetwas „Menschenessen“ geben, das nicht optimal oder sogar gefährlich ist (z.B. stark gewürzte Reste, Schokolade, Zwiebeln, Weintrauben).
  • Zu wenig Wasser: Gerade bei Katzen, die ohnehin oft zu wenig trinken, kann Dehydrierung schnell zum Gesundheitsproblem werden.
  • Kein Zugang zum Tierarzt: Bei anhaltenden Störungen sind Medikamente und Spezialfutter plötzlich nicht mehr selbstverständlich.

Mit einem geplanten Notvorrat vermeidest du diese Stresssituation – für dich und für dein Tier.

Offizielle Empfehlungen und was davon wirklich praktikabel ist

Behörden wie Katastrophenschutz-Ämter empfehlen in der Regel, sich für etwa 10–14 Tage zu versorgen – inklusive Haustieren. Viele Tierschutzorganisationen raten ebenfalls, Futter & Wasser für mehrere Tage bis Wochen auf Vorrat zu haben.

In der Praxis haben sich drei Stufen bewährt:

  1. Basis-Vorrat (10–14 Tage): Mindestziel für jede:n Haustierhalter:in.
  2. Komfort-Vorrat (21 Tage): Für ländliche Regionen oder abhängige Tiere (z.B. Dauermedikation).
  3. Erweiterter Vorrat (30 Tage+): Wenn du genug Platz hast und dich langfristig absichern möchtest.

Wichtig ist: Du musst nicht sofort eine „Prepper-Kammer“ anlegen. Entscheidend ist ein pragmatischer, gut rotierender Vorrat, der sich in deinen Alltag einfügt.

💡 Survival-Tipp: Denke deinen Haustier-Notvorrat immer zusammen mit deinem eigenen Lebensmittelvorrat. So planst du seltener doppelt und behältst den Überblick.

Bedarf ermitteln – Wie viel Futter & Wasser braucht dein Haustier wirklich? 🧮

Bevor du einkaufst, brauchst du nur drei Informationen:

  1. Tierart & Gewicht
  2. Futterart (trocken, nass, BARF, gemischt)
  3. Ziel-Dauer des Vorrats (z.B. 14 oder 30 Tage)

Daraus kannst du deinen individuellen Vorrat sehr einfach berechnen.

Grundformeln für Futtermenge (Hund, Katze, Kleintiere)

Die genaue Futtermenge steht meist auf der Packung. Nutze das als Grundlage und rechne nach oben auf deinen Wunschzeitraum.

Eine einfache Faustformel, wenn du keine Packung zur Hand hast:

  • Hund (Trockenfutter): ca. 1–1,5 % des Körpergewichts pro Tag als Futtermenge
  • Hund (Nassfutter): ca. 2–3 % des Körpergewichts pro Tag
  • Katze (Trockenfutter): ca. 50–70 g pro Tag (Durchschnitts-Hauskatze)
  • Katze (Nassfutter): ca. 200–300 g pro Tag
  • Kleintiere (z.B. Kaninchen, Meerschweinchen):
    • Hauptfutter: Heu ad libitum (immer verfügbar)
    • Ergänzend: ca. 30–50 g Pellets/Tag je nach Gewicht

➡️ Rechenformel:

Tagesration × Anzahl der Tage × Anzahl der Tiere = Gesamtvorrat

Beispiele dazu gleich im Unterabschnitt „Beispielrechnungen“.

⚠️ Warnung: Spare beim Notvorrat nicht an der Menge. Kurzfristig „unterzudosieren“, um länger hinzukommen, kann für manche Tiere (z.B. sehr kleine oder alte) schnell gefährlich werden.

Wasserbedarf für verschiedene Tierarten

Neben Futter ist Wasser der kritischste Faktor. Viele Haustiere trinken eher zu wenig – im Krisenfall darfst du hier nicht knapp planen.

Grobe Richtwerte pro Tag:

  • Hund: ca. 40–70 ml Wasser pro kg Körpergewicht
  • Katze: ca. 40–60 ml Wasser pro kg Körpergewicht (inkl. Wasser im Nassfutter)
  • Kaninchen & Meerschweinchen: ca. 50–150 ml pro kg Körpergewicht
  • Vögel: abhängig von Art, bei kleinen Vögeln täglich frisches Wasser einplanen (mind. 50–100 ml pro Tier)

Für den Notvorrat hat sich bewährt:

  • Mindestens 60 ml/kg/Tag für Hunde und Katzen zu kalkulieren
  • Im Zweifel lieber etwas mehr Wasser einplanen

Da du selbst ebenfalls Wasser brauchst, ist es sinnvoll, Haustier-Wasser in deinen allgemeinen Trinkwasservorrat einzurechnen.

📦 Lager-Tipp: Nutze stapelbare Kanister oder Glasflaschen für dein Trinkwasser und markiere deutlich, welcher Teil für Mensch und welcher für Tiere reserviert ist.

Beispielrechnungen für typische Haushalte

Beispiel 1: 1 Hund, 20 kg, Trockenfutter, Vorrat für 14 Tage

  • Tagesration (angenommen): 1 % des Körpergewichts = 200 g
  • 14 Tage → 200 g × 14 = 2.800 g = 2,8 kg Trockenfutter
  • Wasser: 60 ml × 20 kg = 1.200 ml/Tag → 1,2 l × 14 = 16,8 l Wasser

Beispiel 2: 2 Hauskatzen, je 4 kg, Nassfutter, Vorrat für 21 Tage

  • Tagesration pro Katze: 250 g Nassfutter
  • Zwei Katzen: 500 g/Tag
  • 21 Tage → 0,5 kg × 21 = 10,5 kg Nassfutter (z.B. 42 Dosen à 250 g)
  • Wasser: 60 ml × 4 kg × 2 Katzen = 480 ml/Tag → 0,48 l × 21 ≈ 10 l Wasser zusätzlich zum Nassfutter

Beispiel 3: 2 Kaninchen, je 2,5 kg, Vorrat für 14 Tage

  • Pellets: 40 g/Tag pro Tier → 80 g/Tag gesamt
  • 14 Tage → 80 g × 14 = 1,12 kg Pellets
  • Heu: „immer verfügbar“ – kalkuliere mindestens einen großen Heuballen oder mehrere Beutel, sodass du für 14 Tage locker auskommst.
  • Wasser: 80 ml × 2,5 kg × 2 Tiere = 400 ml/Tag → 0,4 l × 14 = 5,6 l Wasser

💡 Survival-Tipp: Schreibe dir deine Berechnungen einmal auf (z.B. in eine Tabelle oder auf ein Blatt, das du an den Vorratsschrank klebst). So kannst du den Vorrat später viel leichter kontrollieren und nachkaufen.

Tierfutter im Notvorrat: Welche Produkte eignen sich? 🥫📦

Die beste Vorsorge funktioniert nur, wenn dein Tier das Futter auch frisst. Ziel ist deshalb, im Notvorrat möglichst nah am gewohnten Futter zu bleiben – nur eben in sinnvoller, lagerfähiger Form.

Trockenfutter vs. Nassfutter im Krisenfall

Beide Futterarten haben Vor- und Nachteile, gerade in Krisensituationen.

Trockenfutter – Vorteile:

  • Lange Haltbarkeit, oft 12–18 Monate oder mehr
  • Sehr platzsparend, ideal bei wenig Lagerfläche
  • Höherer Energiegehalt pro kg – du lagerst weniger Volumen
  • Einfach zu dosieren und zu transportieren

Trockenfutter – Nachteile:

  • Tier braucht mehr zusätzliches Wasser
  • Empfindlich gegenüber Feuchtigkeit (Schimmelgefahr)

Nassfutter – Vorteile:

  • Enthält bereits viel Wasser, entlastet deinen Wasservorrat
  • Wird von vielen Tieren sehr gerne gefressen
  • Praktisch portioniert in Dosen oder Schalen

Nassfutter – Nachteile:

  • Deutlich schwerer und volumenstärker
  • Nach dem Öffnen nur kurz haltbar
  • Dosen brauchen mehr Lagerplatz

Eine häufig sinnvolle Lösung ist ein Mix:

  • Ein Teil Trockenfutter für Platz- und Energieeffizienz
  • Ein Teil Nassfutter, um Wasserbedarf zu senken und sensible Mägen zu schonen

📦 Lager-Tipp: Plane Dosen so, dass eine Dose in etwa eine Tagesration (oder Halb-Tagesration) deines Tieres abdeckt. So musst du keine halbvollen Dosen über mehrere Tage im Kühlschrank retten.

BARF & Frischfütterung – realistisch bei längeren Störungen?

Wenn du normalerweise BARF (Rohfütterung) oder sehr frisch kochst, ist ein Notvorrat etwas anspruchsvoller:

  • Stromabhängigkeit: Tiefkühl-Truhen fallen bei Stromausfall aus, das Fleisch taut auf.
  • Hygiene: Aufgetautes und wieder eingefrorenes Fleisch ist heikel, besonders für empfindliche Tiere.

Für echte Krisen lohnt es sich, einen Plan B zu haben:

  • Ein lagertaugliches Trockenfutter, das dein Tier akzeptiert (rechtzeitig testen!)
  • Oder Dosenfutter in guter Qualität, das möglichst nah an den BARF-Zutaten ist

💡 Survival-Tipp: Teste Ersatzfutter frühzeitig in kleinen Mengen. Wenn dein Tier es im Alltag schon kennt, hast du im Notfall kein zusätzliches Problem mit plötzlicher Futterumstellung.

Ergänzungen: Snacks, Kauknochen, Vitamine

Snacks sind kein Muss – aber sie können in Krisen unerwartet wichtig sein:

  • Kauartikel beschäftigen Hunde und bauen Stress ab.
  • Leckerlis helfen beim Training, wenn du dein Tier an neue Situationen, Geräusche oder Transportboxen gewöhnen musst.

Plane eine kleine Reserve an gewohnten Snacks ein, aber übertreibe es nicht. Priorität haben immer Vollfutter und Wasser.

Vitamine oder Nahrungsergänzungen gehören nur dann fest in den Notvorrat, wenn dein Tier sie ohnehin dauerhaft bekommt (z.B. beim Tierarzt verschriebene Ergänzungsmittel).

Lagerung, Haltbarkeit & Rotation von Tierfutter ⚙️

Gut organisiertes Regal mit Haustierfutter in einer Vorratskammer nach dem FIFO-Prinzip.

Ein Notvorrat ist nur dann nützlich, wenn er im Ernstfall noch haltbar und sicher ist. Mit ein paar einfachen Regeln kannst du sehr viel falsch machen – oder sehr viel richtig.

Trockenfutter richtig umfüllen und verschließen

Trockenfutter wird oft in großen Säcken verkauft. Für die Lagerung gilt:

  • Lagere Säcke trocken, kühl und dunkel, nicht direkt auf dem Boden.
  • Öffne große Säcke erst, wenn du sie wirklich brauchst.
  • Fülle angebrochenes Futter in luftdichte Behälter um (z.B. große Futtertonnen mit Deckel).
  • Beschrifte den Behälter mit Sorte und Mindesthaltbarkeitsdatum.

📦 Lager-Tipp: Bewahre einen kleinen Teil Trockenfutter in einem separaten Behälter auf, den du im Alltag nutzt. Der große Sack bleibt geschlossen im Vorrat – so hält er länger.

Dosenfutter lagern und Reste sicher aufbrauchen

Dosenfutter ist relativ unkompliziert, braucht aber Platz:

  • Staple Dosen nicht zu hoch, damit nichts umkippt.
  • Sortiere sie nach MHD, damit du ältere zuerst verbrauchst (FIFO-Prinzip: First In, First Out).
  • Angebrochene Dosen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen aufbrauchen.
  • Verwende Deckel oder decke die Dose mit Folie ab, damit Gerüche und Keime nicht frei zirkulieren.

⚠️ Warnung: Schwellende, verrostete oder stark verbeulte Dosen gehören sofort entsorgt – hier besteht Verdacht auf Verderb.

Typische Lagerfehler und wie du sie vermeidest

Häufige Fehler bei Tierfutter-Vorräten:

  • Futter wird direkt neben Putzmitteln oder Farbe gelagert → Risiko von Geruch/Verunreinigung
  • Trockenfutter-Säcke stehen offen im Keller → ziehen Feuchtigkeit und Schädlinge an
  • MHD wird ignoriert → du merkst erst im Krisenfall, dass viel Futter abgelaufen ist

So machst du es besser:

  • Einen festen Vorratsschrank oder ein Regal definieren
  • Alle Packungen mit Datum versehen und nach Prinzip „Vorne alt, hinten neu“ sortieren
  • Ein- bis zweimal im Jahr Bestandscheck machen (z.B. mit Kalender-Erinnerung)

💡 Survival-Tipp: Verbinde deinen Vorrats-Check mit dem Frühjahrsputz oder dem Start der Heizperiode. So wird daraus eine Routine und kein „Extra-Projekt“.

Mehr als nur Futter – Notfallausrüstung & Medikamente für Haustiere 🧰

Futter und Wasser sind die Basis. In manchen Situationen musst du dein Tier aber eventuell auch transportieren, medizinisch versorgen oder kurzfristig unterbringen. Dafür lohnt sich eine kleine, spezialisierte Haustiervorsorge.

Tierapotheke & Medikamente – was gehört hinein?

Eine Tier-Notfallapotheke sollte mindestens enthalten:

  • Dauermedikamente deines Tieres (für 2–4 Wochen)
  • Schmerz- oder Magenmittel, die dein Tierarzt ausdrücklich empfohlen hat
  • Mittel gegen Durchfall (tierärztlich abgestimmt)
  • Verbandsmaterial (Sterilkompressen, Mullbinden, Fixierband)
  • Desinfektionsmittel für kleinere Wunden
  • Einfache Zeckenzange oder Zeckenkarte

⚠️ Warnung: Gib deinem Tier niemals eigenmächtig Humanmedizin (z.B. Ibuprofen, Paracetamol). Viele Medikamente, die bei Menschen helfen, sind für Tiere lebensgefährlich.

Bewahre alle Medikamente zusammen mit der Dosierungsanweisung deines Tierarztes auf.

Dokumente & Kennzeichnung deines Haustiers

Im Notfall – insbesondere bei Evakuierungen – sind Dokumente und Kennzeichnung entscheidend:

  • Heimtierausweis / Impfpass
  • Chipnummer (z.B. in den Unterlagen oder auf einer kleinen Karte)
  • Versicherungsdaten (Haftpflicht, OP-Versicherung)
  • Aktuelles Foto deines Tieres (für Suchmeldungen, falls es entläuft)

Zusätzlich hilfreich:

  • Halsband mit Adressanhänger oder Telefonnummer
  • Eventuell ein Notfall-Kärtchen in deinem Geldbeutel: „Im Notfall: Zuhause wartet ein Haustier auf mich“ + Kontaktperson

Notfallausrüstung für Wohnungstier vs. Haustier mit Außenzugang

Je nach Haltungsform brauchst du andere Schwerpunkte:

Wohnungstiere (z.B. reine Wohnungskatzen, kleine Hunde, Kleintiere):

  • Stabile Transportbox (für Tierarzt, Evakuierung, Unterbringung bei Freunden)
  • Ersatz-Toilettenmaterial (Katzenstreu, Einstreu)
  • Reserven an Kotbeuteln, Küchenrollen, Reinigungsmitteln

Haustiere mit Außenzugang (z.B. Freigängerkatzen, Hofhunde):

  • Zusätzliche Leinen, Geschirre und ggf. Maulkorb, falls du dein Tier vorübergehend im Haus halten musst
  • Möglichkeiten zur sicheren Unterbringung im Haus oder in der Garage

🧭 Hinweis: Denke bei der Planung immer daran, wer im Notfall dein Tier versorgt, wenn du selbst ausfällst. Eine vertraute Person mit Schlüssel und Kurzanleitung zum Vorrat ist Gold wert.

Schritt-für-Schritt: In 7 Tagen zum soliden Haustier-Notvorrat ✅

Du musst nicht alles an einem Wochenende erledigen. Mit diesem 7-Tage-Plan baust du den Notvorrat entspannt neben dem Alltag auf.

Tag-für-Tag-Übersicht (Kurzbeschreibung je Tag)

Tag 1 – Bestandsaufnahme:

  • Wie viel Futter hast du aktuell da?
  • Welche Futterart nutzt du? Gibt es Alternativen, die dein Tier schon kennt?
  • Welche Medikamente und Spezialprodukte sind im Einsatz?

Tag 2 – Bedarf berechnen:

  • Gewicht und Futtermenge deines Tieres notieren
  • Ziellänge festlegen (z.B. 14 Tage)
  • Mit der einfachen Formel Vorratsmenge berechnen

Tag 3 – Einkaufsplanung:

  • Einkaufsliste erstellen (Futter, Wasser, Snacks, Streu etc.)
  • Prüfen, was du nach und nach bei regulären Einkäufen mitnehmen kannst

Tag 4 – Erste Vorrats-Ergänzung:

  • Beim normalen Wocheneinkauf bewusst 2–3 zusätzliche Packungen Futter kaufen
  • Wasserkanister oder Wasserkästen ergänzen

Tag 5 – Lagerplatz organisieren:

  • Fixen Platz für Haustier-Vorrat festlegen
  • Dosen, Säcke und Kanister sortieren
  • Behälter beschriften (Inhalt, MHD)

Tag 6 – Notfallausrüstung & Dokumente:

  • Transportbox checken, Leinen, Geschirr, Adressanhänger
  • Dokumente zusammentragen und griffbereit ablegen
  • Kurznotiz schreiben: „So ist mein Tier versorgt“

Tag 7 – Feinschliff & Erinnerungssystem:

  • Checkliste durchgehen: Fehlt noch etwas?
  • Erinnerungen im Kalender festlegen (z.B. alle 6 Monate Vorrats-Check)
  • Optional: Liste oder PDF ausdrucken und zum Vorrat legen

💡 Survival-Tipp: Plane für Tag 7 ein kleines Ritual ein – z.B. ein besonderes Leckerli für dein Tier. So bleibt im Kopf: Vorsorge ist etwas Positives.

Was tun, wenn das Budget knapp ist?

Nicht jede:r kann auf einen Schlag große Mengen Futter und Wasser kaufen. Das ist okay. Wichtiger ist Konstanz:

  • Nimm bei jedem Einkauf 1–2 Dosen oder eine kleine Tüte Futter zusätzlich mit.
  • Nutze Angebote und Rabatte, aber wechsle nicht ständig die Marke, wenn dein Tier sensibel reagiert.
  • Baue zuerst einen Vorrat für 7 Tage, dann schrittweise auf 14 oder 21 Tage aus.

🧭 Hinweis: Auch ein kleiner Vorrat ist besser als gar keiner. Setz dir realistische Etappen und hake sie ab.

Abschlusscheck & Erinnerungssystem (Kalender, Apps, Zettel)

Damit dein Vorrat dauerhaft funktioniert:

  • Erstelle eine kurze Checkliste (siehe nächster Abschnitt) und bewahre sie neben dem Vorrat auf.
  • Trage dir einen Termin in 6 Monaten in den Kalender ein: „Haustier-Vorrat prüfen“.
  • Nutze bei Bedarf eine Erinnerungs-App, um MHDs von wichtigen Produkten im Blick zu behalten.

Checkliste: Notvorrat für Haustiere zum Abhaken 📋

Nutze die folgende Übersicht als Basis und ergänze sie für dein Tier.

Checkliste für Hunde

  • [ ] Trockenfutter für mindestens 10–14 Tage
  • [ ] Optional Nassfutter für 10–14 Tage
  • [ ] Wasser (mind. 60 ml/kg/Tag)
  • [ ] Lieblingssnacks / Kauknochen (kleine Reserve)
  • [ ] Ersatz-Leine, Halsband/Geschirr, ggf. Maulkorb
  • [ ] Kotbeutel, Reinigungsmittel, Tücher
  • [ ] Dauermedikamente und wichtige Ergänzungen
  • [ ] Heimtierausweis, Versicherungsdaten, aktuelles Foto

Checkliste für Katzen

  • [ ] Nass- und/oder Trockenfutter für 10–14 Tage
  • [ ] Wasser (mind. 60 ml/kg/Tag zusätzlich zum Nassfutter)
  • [ ] Katzenstreu (ausreichend für 2–4 komplette Füllungen)
  • [ ] Ersatz-Toilettenschale oder Folien-Einsätze [ANNAHME]
  • [ ] Transportbox (stabil, funktionstüchtig)
  • [ ] Kratzmöglichkeit / Spielzeug (Stressabbau)
  • [ ] Dauermedikamente, ggf. Spezialfutter
  • [ ] Heimtierausweis, Chipnummer, Foto

Checkliste für Kleintiere & andere Haustiere

  • [ ] Hauptfutter (Heu, Pellets) für 10–14 Tage
  • [ ] Wasser (pro Tier ausreichend kalkuliert)
  • [ ] Einstreu / Sägespäne für mehrere Komplettwechsel
  • [ ] Ersatztränken und Näpfe
  • [ ] Transportbox oder sicherer Käfig für den Weg
  • [ ] Besondere Bedürfnisse (z.B. Wärmelampe, Spezialfutter) [ANNAHME]

💡 Survival-Tipp: Druck dir die Checkliste aus und markiere die Punkte, die du bereits erfüllt hast. Das Gefühl, „abzuhaken“, motiviert enorm.

Häufige Fehler & FAQ rund um den Notvorrat für Haustiere ❓

Zum Schluss noch die wichtigsten Stolperfallen und Kurzantworten auf typische Fragen.

Häufige Denkfehler bei der Haustiervorsorge

„Mein Tier frisst im Notfall schon irgendwas.“
Viele Lebensmittel, die für Menschen okay sind, sind für Tiere giftig (z.B. Schokolade, Zwiebeln, Weintrauben). Verlass dich nicht auf „irgendwas“.

„Ich habe immer genug da, ich kaufe ja regelmäßig.“
Regelmäßiger Einkauf hilft dir in normalen Zeiten – aber bei gesperrten Straßen, Krankheit oder leeren Regalen bringt dir das wenig.

„Ich nehme das Futter einfach aus der Tiefkühltruhe.“
Bei Stromausfall ist deine Tiefkühltruhe nur für begrenzte Zeit sicher. Plane immer mit ungekühlten, haltbaren Alternativen.

FAQ in Kurzform (5–7 Kernfragen)

Wie viele Tage sollte ich einen Notvorrat für meine Haustiere einplanen?
Plane mindestens 10–14 Tage ein. Wenn du Platz hast, sind 21–30 Tage komfortabel.

Wie berechne ich die Futtermenge für meinen Hund oder meine Katze?
Nimm die Tagesration vom Futtersack oder als Faustformel (z.B. 1–1,5 % des Körpergewichts bei Trockenfutter) und multipliziere sie mit der Anzahl der Tage und Tiere.

Welche Futterart eignet sich am besten für den Notvorrat?
Trockenfutter ist platzsparend und lange haltbar, Nassfutter entlastet den Wasservorrat. Ein Mix ist oft ideal.

Wie lagere ich Tierfutter richtig, damit es lange hält?
Kühl, trocken, dunkel, schädlingssicher. Trockenfutter in dichte Behälter, Dosen nach MHD sortieren und FIFO-Prinzip nutzen.

Was gehört außer Futter noch in den Notvorrat für Haustiere?
Wasser, Medikamente, Transportbox, Leine/Geschirr, Streu/Einstreu, Dokumente, Notfallkontakte.

Kann ich mein Tier im Krisenfall einfach auf anderes Futter umstellen?
Vermeide plötzliche Umstellungen. Wenn es nicht anders geht, mische das neue Futter langsam unter das gewohnte – idealerweise schon vor einer möglichen Krise.

🧭 Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Wenn dein Tier krank ist, spezielles Futter oder Medikamente braucht, sprich deine Vorsorgepläne unbedingt mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt ab.

Dein nächster Schritt

Du musst nicht perfekt vorbereitet sein, um deinem Tier Sicherheit zu geben. Schon ein kleiner, geplanter Vorrat macht einen riesigen Unterschied.

  • Rechne heute grob aus, wie viel Futter und Wasser dein Tier für 10–14 Tage braucht.
  • Ergänze bei den nächsten Einkäufen nach und nach deinen Vorrat.
  • Richte einen festen Platz ein, an dem alles übersichtlich gelagert ist.

💡 Survival-Tipp: Wenn du möchtest, erstelle dir aus diesem Artikel deine eigene Kurz-Checkliste oder nutze eine vorbereitete PDF-Liste, die du nur noch an dein Tier anpassen musst. [ANNAHME: Download-PDF wird separat bereitgestellt]

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