Kommunikation im Blackout: Erreichbarkeit ohne Internet und Strom
🧭 Kurzfassung: Wenn Strom und Internet ausfallen, funktionieren viele gewohnte Kommunikationswege nicht mehr. Mit der richtigen Kombination aus Handy-Strategie, Funk, Radio und einem klaren Familien-Kommunikationsplan bleibst du trotzdem handlungsfähig – selbst bei einem länger andauernden Blackout.
Was passiert mit Kommunikation im Blackout?
Ein großflächiger Stromausfall betrifft nicht nur Licht und Heizung, sondern vor allem die Kommunikationsnetze. Mobilfunkmasten, Internetknoten, Rechenzentren und Router benötigen Strom – oft nur mit begrenzter Notstromversorgung. Je größer der Ausfall, desto schneller stoßen diese Systeme an ihre Grenzen.
⚙️ Praxis: In den ersten Minuten funktionieren Handys meist noch. Danach kommt es zu Überlastung, stark verzögerten Verbindungen oder vollständigen Ausfällen. Besonders in Städten sind die Netze schnell dicht.
Kurz erklärt:
Internet: fällt meist sofort aus, sobald Router oder Netzknoten keinen Strom mehr haben
Mobilfunk: funktioniert oft nur Minuten bis wenige Stunden
Radio (UKW): bleibt häufig am längsten verfügbar
🧭 Einordnung: Kommunikation im Blackout bedeutet nicht „gar keine Kommunikation“, sondern den Wechsel von digitalen Komfortlösungen zu robusten, analogen Systemen.
💡 Tipp: Je einfacher und stromunabhängiger die Technik, desto zuverlässiger ist sie im Ernstfall.
Handy im Blackout – was geht noch?
Das Smartphone bleibt zunächst ein wichtiges Werkzeug, auch wenn kein Internet mehr verfügbar ist. Entscheidend ist, realistische Erwartungen zu haben und den Akku gezielt zu schonen.
Was noch funktionieren kann
Notrufe (112), da sie im Netz priorisiert werde
SMS, wenn kurzzeitig Netzkapazitäten frei sind
Offline-Funktionen wie Karten, Notizen, PDFs oder gespeicherte Kontakte
Was meist nicht mehr geht
Messenger-Dienste (WhatsApp, Signal, Telegram)
E-Mail-Verkehr
Cloud-Dienste und Online-Speicher
🔋 Energie ist entscheidend:
Voll geladene Powerbank als Grundausstattung
Solarladegerät für längere Ausfälle
Kurbel-Ladegeräte als letzte Reserve
⚠️ Warnung: Dauerndes Netzsuchen entlädt den Akku extrem schnell. Aktiviere den Flugmodus und schalte das Handy nur zu festen Zeiten ein.
💡 Praxis-Tipp: Speichere wichtige Telefonnummern zusätzlich analog auf Papier – falls das Handy komplett ausfällt.
Funk als Notfall-Kommunikation

Funkgeräte sind unabhängig von Mobilfunknetzen und ideal für die direkte Kommunikation im näheren Umfeld. Sie sind einfach zu bedienen und sofort einsatzbereit.
PMR446 – einfach & legal
Keine Lizenz nöti
Reichweite: realistisch 500 m–2 km in Städten, bis 5 km auf freiem Geländ
Ideal für Familien, Nachbarn und kleine Gruppen
Vorteile:
Funktioniert ohne Infrastruktur
Robust, langlebig und leicht zu bediene
Kommunikation in Echtzeit
Nachteile:
Begrenzte Reichweite
Gespräche sind öffentlich mithörbar
🧭 Orientierung: Funk ersetzt kein Handy, ergänzt es aber perfekt bei Stromausfall und Netzausfall.
💡 Survival-Tipp: Lege vorab einen festen Funkkanal und einen Ersatzkanal fest – das spart Zeit und Nerven im Notfall.
Radio im Blackout – wichtigste Informationsquelle

Wenn Internet und Handy ausfallen, bleibt Radio oft der einzige Draht zur Außenwelt. Behörden nutzen Rundfunk gezielt, um die Bevölkerung zu informieren.
Warum Radio so wichtig ist
offizielle Durchsagen von Behörden
Keine Rückkanäle oder Anmeldung nötig
Sehr große Reichweite
Das richtige Notfallradio
📦 Empfohlen:
UKW-Empfang (analog)
Batteriebetrieb und Kurbel
Optional: Taschenlampe und USB-Ladefunktion
💡 Survival-Tipp: Lege Batterien getrennt vom Gerät und tausche sie einmal im Jahr aus, um Ausfälle zu vermeiden.
🧭 Hinweis: Digitale Radios (DAB+) funktionieren nur, solange Sender und Stromversorgung stabil sind – UKW ist robuster.
Kommunikationsplan für Familien
Technik allein reicht nicht – ohne klaren Plan entsteht Chaos. Gerade mit Kindern ist eine einfache, verständliche Struktur entscheidend.
Schritt-für-Schritt-Kommunikationsplan
Treffpunkte festlegen (z. B. Zuhause, Schule, Nachbarhaus)
Funkkanal definieren (z. B. PMR Kanal 3)
Zeitfenster vereinbaren (z. B. jede volle Stunde)
Kontaktperson außerhalb der Region bestimmen
Kinder altersgerecht einbeziehen & üben
✅ Checkliste:
✅ Funkgeräte geladen und getestet
✅ Radio betriebsbereit
✅ Kommunikationsplan ausgedruckt
⚠️ Typischer Fehler: Alle versuchen gleichzeitig anzurufen oder Nachrichten zu senden – dadurch brechen Netze noch schneller zusammen.
💡 Praxis: Hänge den Kommunikationsplan sichtbar auf (z. B. Kühlschrank oder Flur).
Checkliste: Kommunikation im Blackout
🧰 Mindest-Ausstattung:
📻 Notfallradio
🔋 Powerbank
📱 Smartphone mit Offline-Inhalten
🧰 Empfohlenes Upgrade:
📡 PMR-Funkgeräte (mind. 2 Stück)
Solarladegerät📝 Gedruckter Kommunikationsplan
📦 Optional für Technik-Fans:
ErsatzakkusKurbel-Ladegerät
Wetterfeste Aufbewahrung
Fazit: Vorbereitung schafft Ruhe
Kommunikation im Blackout ist kein Technikproblem, sondern eine Frage der Vorbereitung. Wer frühzeitig plant, spart Stress und Unsicherheit. Mit einfachen Mitteln, klaren Absprachen und etwas Übung bleibt deine Familie erreichbar – auch ohne Internet und Strom.
🧭 Nächster Schritt: Erstelle euren Kommunikationsplan heute und teste ihn einmal im Jahr gemeinsam.
FAQ – für FAQ-Schema geeignet
Funktioniert ein Handy bei einem Blackout?
Kurzzeitig ja – je nach Netzauslastung und Notstromversorgung der Mobilfunkmasten.
Welches Funkgerät ist im Notfall erlaubt?
PMR446-Funkgeräte sind lizenzfrei und ideal für Familien.
Warum ist Radio im Blackout so wichtig?
Weil es unabhängig vom Internet funktioniert und offizielle Informationen sendet.
Wie planen Familien ihre Kommunikation im Notfall?
Mit festen Treffpunkten, Funkkanälen und klaren Zeitfenstern.
Was empfiehlt das BBK zur Notfall-Kommunikation?
Ein batteriebetriebenes Radio und klare Absprachen innerhalb der Familie.

